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Kapitel 20
Die Wahl der richtigen Worte
»Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt«, so fasste es Ludwig
Wittgenstein passend in einem Satz zusammen.
Während ein einfaches und eindeutiges Bild meist unmittelbar auf einen Blick
verstanden wird, können Worte oft zwei- oder mehrdeutig sein. Text wird Wort für
Wort gelesen und formt sich erst im Kopf des Lesenden zu einem »Bild« bzw.
einer Bedeutung. Hier haben wir es also mit einem kleinen, aber bedeutenden
Zwischenschritt zu tun, den das Gehirn leisten muss. Kommt das Gehirn dabei
aufgrund bestimmter Erfahrungen zu einer anderen Bedeutung, als der Schrei-
bende sie bei der Wortwahl im K ...