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IV Chinesische Menschenbilder
2.5 Negativorientierte Ich-Evaluation und Ich-Bewertung
Yu & Yang (1991) sind der Meinung, dass sich die Ich-Evaluation bzw. Ich-Bewertung der
Chinesen eher auf den eigenen moralisch-ethischen Kultivierungsgrad beruft, der eine
persönliche Leistung betrachtet und den Erweiterungsgrad seines Ich-Ressorts bzw. der Ich-
Grenze zeigt. Aus diesem Grund wurde der soziale Bezug der eigenen Leistung sehr betont
(vgl. Yang, C.-F., 2001a, S. 389) und die Sozialität des Einzelnen bzw. seine soziale
Kompetenz wird hoch beachtet.
Die Bewertungskriterien umfassen zwei Aspekte nach Yang, C.-F. (2001a, S. 389):
1. Je wenige