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IV Chinesische Menschenbilder
zum „Ende" durchzuziehen, kann man erst alle bezüglichen und vorgegebenen Karma ablö-
sen (vgl. Yang, K.-S., 1993, S. 104). Das Schicksalsfügungskonzept wurde stark vom Kar-
makonzept des Buddhismus beeinflusst.
Das Schicksalsfügungskonzept fordert viele Menschen im chinesischen Kulturraum, solche
Überlegung bei jeder Tat zu erbringen, ob man eines Tages dem Gegenüber noch begegnet
oder ob man später noch Hilfe vom Gegenüber brauchen wird (vgl. Yang, C.-F., 2001a,
S. 318). Diese Überlegung verweist auf das Zusammenhangsdenken zwischen Ursache und
Wirkung jeder Tat, die später möglichen negativen Einfluss habe