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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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Lektion 1: Konfigurieren von Datensicherung und Wiederherstellung 405
Abbildung 8.4 Sichern von Gruppenrichtlinien
Das Befehlszeilentool Wbadmin
Das Dienstprogramm Wbadmin steht auf vollständigen und Server Core-Installationen von
Windows Server 2008 zur Verfügung. Sie können damit alle Operationen ausführen, die in
der Windows Server-Sicherung zur Verfügung stehen, und einiges darüber hinaus. Wenn Sie
das Feature Windows Server-Sicherungsfeatures installieren und dabei Befehlszeilentools
auswählen, wie in Abbildung 8.5, wird das Dienstprogramm Wbadmin auf einer Standard-
installation von Windows Server 2008 installiert.
Abbildung 8.5 Installieren der Befehlszeilentools
406 Kapitel 8: Warten der Active Directory-Umgebung
In einer Server Core-Installation steht nur Wbadmin als lokales Sicherungsprogramm zur
Verfügung. Sie können allerdings auch in der Konsole Windows Server-Sicherung eine Re-
moteverbindung zu einem anderen Computer aufbauen. Sie installieren Wbadmin auf einem
Computer, der in einer Server Core-Konfiguration läuft, indem Sie in einer Eingabeaufforde-
rung mit Administratorrechten den folgenden Befehl eingeben:
Ocsetup WindowsServerBackup
Die folgenden Wbadmin-Befehle sind nützlich, um Windows Server 2008-Dateien zu
sichern:
wbadmin enable backup Erstellt und verwaltet geplante Datensicherungen.
wbadmin start systemstatebackup Führt eine Datensicherung der Systemstatus-
daten durch.
wbadmin start backup Startet eine einzelne manuelle Datensicherung.
wbadmin get versions Zeigt Details über Datensicherungen an, die bereits aus-
geführt wurden.
wbadmin get items Zeigt an, welche Elemente in einem bestimmten Datensiche-
rungsabbild enthalten sind.
Mit dem Befehl
wbadmin start backup führen Sie eine manuelle Datensicherung in freigege-
bene Ordner aus, wenn Sie das Argument
–backuptarget:\\Freigabe\Ordner angeben; dabei
müssen Sie den Speicherort des freigegebenen Ordners als UNC-Pfadnamen angeben.
Sofern Sie Anmeldeinformationen übergeben müssen, um die Daten in den freigegebenen
Ordner zu schreiben, verwenden Sie dafür die Argumente
–user: und –password:. Zum Bei-
spiel sichert der folgende Befehl das Volume E in den freigegebenen Ordner Store auf dem
Server Glasgow, wobei die Anmeldeinformationen von Kim_Akers verwendet werden:
wbadmin start backup –backuptarget:\\Glasgow\Store –include:E:
-User:Kim_Akers@contoso.internal –Password:P@ssw0rd
Sie können Wbadmin-Befehle aus einer Batchdatei heraus ausführen, und Sie können die
Ausführung einer solchen Batchdatei mit der Aufgabenplanung automatisieren. Auf diese
Weise können Sie die Ausführung von Datensicherungen genauer planen als mit den Zeit-
planoptionen der Windows Server-Sicherung. Geplante Datensicherungen können so kon-
figuriert werden, dass sie ihre Daten in Netzwerkspeicherorte schreiben. Beispielsweise
erstellt der folgende Befehl eine Batchdatei namens ssbackup.bat im Verzeichnis c:\scripts,
die eine Systemstatusdatensicherung in die Netzwerkfreigabe \\Server\Freigabe ausführt,
wobei die Anmeldeinformationen des Benutzers RemoteUser verwendet werden:
Echo wbadmin start systemstatebackup –backupTarget:\\Server\Freigabe –user:RemoteUser
–password:RemotePassword -quiet >> c:\scripts\ssbackup.bat
Nun können Sie eine geplante Aufgabe konfigurieren, damit diese Batchdatei nach dem
gewünschten Zeitplan ausgeführt wird. Beachten Sie folgende Punkte, wenn Sie Daten-
sicherungen auf diese Weise planen:
Sie müssen im Befehl wbadmin das Argument –quiet verwenden, weil die geplante Auf-
gabe ansonsten anhält, um auf eine Eingabe zu warten.
Die geplante Aufgabe muss unter dem lokalen Administratorkonto ausgeführt werden,
weil wbadmin.exe mit erhöhten Privilegien läuft.
Lektion 1: Konfigurieren von Datensicherung und Wiederherstellung 407
Falls die geplante Aufgabe eine Netzwerkfreigabe als Datensicherungsziel verwendet,
müssen Sie Anmeldeinformationen für ein Benutzerkonto in das Skript eintragen, das
von der geplanten Aufgabe aufgerufen wird. Sie können diese Anmeldeinformationen
mit
dem verschlüsselnden Dateisystem (Encrypting File System, EFS) oder dem Active
Directory-Rechteverwaltungsdienst (Active Directory Rights Management Service,
AD RMS) schützen. Auf diese Weise wird die Datei verschlüsselt, sodass nur das
lokale Administratorkonto den Inhalt des Skripts lesen kann.
Datensicherungen, die aus Skripts heraus gestartet werden, schlagen fehl, wenn der
Zielspeicherort voll ist. Geplante Datensicherungen, die mit wbadmin.exe ausgeführt
werden, löschen automatisch die älteste Datensicherung, wenn nicht genug Platz für
die aktuelle Datensicherung frei ist.
Weitere Informationen Vollständige Liste der Wbadmin-Argumente
Ausführliche Informationen über die Syntax von wbadmin und eine Liste aller Argumente
finden Sie unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc754015.aspx.
Prüfungstipp
Die Upgradeprüfungen richten sich an professionelle Administratoren. Daher wird häufig Ihr
Wissen zur Befehlszeilenadministration geprüft.
Sichern der Systemstatusdaten mit Wbadmin
Wenn Sie nur die Systemstatusdaten sichern wollen, müssen Sie wbadmin mit dem Argument
start systemstatebackup aufrufen. In diesem Fall können die Systemstatusdaten nur auf ein
lokales Volume geschrieben werden. Sie führen eine Datensicherung der Systemstatusdaten
durch, indem Sie eine Eingabeaufforderung als Administrator öffnen und den folgenden
Befehl eingeben:
wbadmin start systemstatebackup –backuptarget:F: -quiet
Dabei ist F: die Volumebezeichnung. Wie Sie die Systemstatusdaten wiederherstellen, wird
weiter unten in dieser Lektion ausführlich beschrieben.
Schnelltest
1. Welcher Befehl installiert wbadmin.exe auf einem Windows Server 2008-Computer
mit einer Server Core-Konfiguration?
2. Was passiert mit allen Volumes und Daten, die auf einem Laufwerk gespeichert sind,
das Sie als Ziel einer in der Windows Server-Sicherung geplanten Datensicherung
auswählen?
Antworten zum Schnelltest
1. ocsetup WindowsServerBackup
2. Alle Volumes und Daten auf dem Zieldatenträger werden gelöscht, bevor die Win-
dows Server-Sicherung den ersten Satz Sicherungsdaten schreibt.

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