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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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408 Kapitel 8: Warten der Active Directory-Umgebung
Konfigurieren der Datensicherungseinstellungen
In Windows Server 2003 können Sie einzelne Dateien und Ordner sichern, in Windows
Server 2008
ist ein Vo l u m e die kleinste Einheit, die Sie bei einer Datensicherung auswählen
können. Das hat Auswirkungen darauf, wie Sie Server vor ihrer Bereitstellung konfigurie-
ren. Die Bereitstellung von Dateiservern ist durchaus als erster Schritt bei der Planung Ihrer
Notfallwiederherstellung zu sehen, weil Sie sich dabei überlegen müssen, wie die gespei-
cherten Daten gesichert und wiederhergestellt werden. Weil die Datensicherung auf der
Basis von Volumes arbeitet, ist es unter Umständen sinnvoll, für jede Freigabe ein separates
Volume zu erstellen, statt mehrere Freigaben in dasselbe Volume zu legen. Das macht es
auch einfacher, in einem virtuellen Computer das Datensicherungsabbild eines bestimmten
Volumes im Dateisystem bereitzustellen, wenn es wegen eines Hardwaredefekts nicht mög-
lich ist, dieses Datensicherungsabbild sofort auf dem ursprünglichen Server wiederherzu-
stellen.
Hinweis Gewährleisten von Datensicherungsredundanz
Wenn Sie mehrere externe Datenträger an einen Server angeschlossen haben, können Sie
während einer einzigen Datensicherungsoperation auf alle Datenträger dieselbe Datensiche-
rung schreiben. Das bietet Redundanz für den Fall, dass ein Zieldatenträger ausfällt.
Sie müssen außerdem entscheiden, wie oft bestimmte Volumes gesichert werden. Speicher-
berichte helfen Ihnen dabei festzustellen, wie oft Dateien auf einem bestimmten Volume ge-
ändert werden. Ein Ordner mit Werbeprospekten, die nur gelegentlich aktualisiert werden,
braucht nicht jede Nacht gesichert zu werden. Wenn Sie diesen freigegebenen Ordner in eine
separate Volumepartition legen, ist es möglich, seinen Inhalt seltener zu sichern. Werden die
Daten in einem freigegebenen Ordner dagegen häufig aktualisiert und sind die Daten sehr
wichtig für das Unternehmen, können Sie den Ordner in ein eigenes Volume legen und die-
ses Volume alle paar Stunden sichern.
Sie müssen eine Ablagestrategie entwickeln, bei der Sie die Sicherungsmedien an einem
weit entfernten Standort aufbewahren. Dann kann Ihre Organisation auch nach einer Kata-
strophe, bei der das Gebäude mit Ihren Serverräumen durch Überschwemmung, Feuer oder
Erdbeben zerstört wird, die Daten wiederherstellen. Beachten Sie folgende Punkte, wenn Sie
eine Strategie für die externe Lagerung der Datensicherungen planen:
Wenn die Daten verschlüsselt sind, müssen auch die Wiederherstellungsschlüssel am
externen Lagerort aufbewahrt werden.
Bewahren Sie an einem anderen Standort gelagerte Sicherungsmedien an einem ge-
schützten Ort auf. Erlauben Sie dem IT-Personal nicht, Datensicherungen nach Hause
mitzunehmen; diese Umgebung ist nicht sicher.
Stellen Sie sicher, dass Sie an Ihrem Wiederherstellungsstandort genug Hardware
haben, um Ihre Server wiederherzustellen.
Lektion 1: Konfigurieren von Datensicherung und Wiederherstellung 409
System Center Data Protection Manager
System Center Data Protection Manager 2007 (DPM 2007) ist eine leistungsfähige
Datensicherungslösung von Microsoft. Die Windows Server-Sicherung eignet sich für
sehr einfache Datensicherungs- und Wiederherstellungsfälle. Dagegen wurde DPM 2007
für komplexe Datensicherungsszenarien entworfen, etwa für die Datensicherung von
Microsoft Exchange Server 2007- oder SQL Server 2008-Produktivservern. DPM 2007
bietet folgende Vorteile:
Es ermöglicht Datensicherungen auf Byteebene. In einer inkrementellen Datensiche-
rung werden nur die Dateien gespeichert, die sich seit der letzten Datensicherung ge-
ändert haben. Bei einer Datensicherung auf Byteebene werden nur die Bytes in den
Dateien gesichert, die sich geändert haben. Dadurch müssen deutlich weniger Daten
in eine Datensicherung geschrieben werden, und Datensicherung sowie Wiederher-
stellung sind wesentlich schneller.
Hinweis Inkrementelle Datensicherungen auf Blockebene
In TechNet gibt es widersprüchliche Aussagen dazu, wie stark sich die Datensiche-
rungsdaten in DPM 2007 gegenüber der Windows Server-Sicherung verkleinern. Die
inkrementellen Datensicherungen der Windows Server-Sicherung arbeiten auf Block-
ebene; sie analysieren Änderungen am Datenträgerabbild. Daher bieten Datensiche-
rungen auf Byteebene unter Umständen keinen so großen Vorteil, wie sie auf den
ersten Blick vermuten lassen.
Es bietet eine Wiederherstellung ohne jeglichen Datenverlust für Exchange, SQL
Server und Microsoft Office SharePoint Server. Dazu integriert es Datensicherungen
der Datenbank mit vorhandenen Anwendungsprotokollen. So können Anwendungs-
daten in dem Zustand wiederhergestellt werden, den sie hatten, als der Fehler auftrat,
und nicht, als die letzte Datensicherung durchgeführt wurde.
Sie können Agent-Software auf Zweigstellenservern installieren, sodass die Datensi-
cherungsdaten über WAN-Verbindungen (Wide Area Network) weitergeleitet werden.
Mit Agent-Software können Sie Datensicherungsdaten auch über Ihr LAN (Local
Area Network) senden, sodass Remotedatensicherungen auf einen lokalen Daten-
träger geschrieben werden.
Es unterstützt die Datensicherung auf direkt angeschlossene Datenträger, Fibre-
Channel-SAN und iSCSI-SAN. USB-, SATA- und IEEE-1394-Geräte können nicht
verwendet werden.
Es bietet leistungsfähige Berichterstellung, etwa über erfolgreiche und fehlgeschla-
gene Sicherungsoperationen und die Nutzung von Sicherungsmedien.
Für System Center Operations Manager 2007 steht ein Management Pack zur Verfü-
gung. Er ermöglicht die zentralisierte Verwaltung des Datensicherungs- und Wieder-
herstellungsstatus für mehrere DPM 2007-Server sowie Server, auf denen die DPM
2007-Agent-Software installiert ist. Das Management Pack eignet sich am besten für
Umgebungen mit vielen DPM 2007-Servern und -Clients.

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