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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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44 Kapitel 1: Konfigurieren der IP-Adressierung
Weitere Informationen Hyper-V
Weitere Informationen über Hyper-V finden Sie unter http://technet2.microsoft.com/
windowsserver2008/en/library/5341cb70-0508-4201-a6da-dcac1a65fd351033.mspx?
mfr=true.
DHCP und PXE
Mithilfe von PXE (Preboot Execution Environment) können Sie Computer über eine Netz-
werkschnittstelle starten, ohne dass Datenspeichergeräte verfügbar oder Betriebssysteme
installiert sein müssen. Es nutzt Netzwerkprotokolle wie DHCP und TFTP (Trivial File
Transfer Protocol) und erweitert die Firmware des PXE-Clients durch einen Satz vordefi-
nierter Programmierschnittstellen (Application Programming Interface, API).
Hinweis PXE-Client
Der Begriff „PXE-Client“ steht für die Rolle, die ein Computer im PXE-Startprozess über-
nimmt. Ein PXE-Client kann ein Server, ein Desktopcomputer, ein Notebook oder irgendein
anderer Computer sein, der mit PXE-Startcode ausgestattet ist.
Die Firmware auf einem PXE-Client versucht, über den PXE-Umleitungsdienst (Proxy-
DHCP) einen PXE-Umleitungsdienst im Netzwerk zu finden und so Informationen über die
verfügbaren PXE-Startserver abzurufen. Dann ruft die Firmware beim Startserver den Da-
teipfad eines NBP (Network Bootstrap Program) ab, lädt es mit TFTP in das RAM (Random
Access Memory) des Computers herunter, überprüft es (optional) und führt es schließlich
aus.
Das PXE-Protokoll ist im Grunde eine Kombination aus DHCP und TFTP. DHCP sucht die
zuständigen Startserver, TFTP lädt das Bootstrap-Programm und zusätzliche Dateien herun-
ter.
Wenn ein PXE-Start eingeleitet wird, fordert das PXE-ROM (Read-Only Memory) eine IP-
Adresse von einem DHCP-Server an. Im Rahmen dieses Prozesses identifiziert sich der
Clientcomputer als PXE-fähig. Sobald der Client eine gültige IP-Adresse von einem DHCP-
Server erhalten hat, versucht er, den PXE-Server zu finden, eine Verbindung damit herzu-
stellen und das NBP herunterzuladen.
Wenn Sie die Windows-Bereitstellungsdienste verwenden, braucht der PXE-Server nicht
autorisiert zu sein. Die Autorisierungsprüfungen werden nur durchgeführt, wenn Sie sie
explizit aktivieren und der PXE-Server so konfiguriert ist, dass er Port 67 überwacht. In
diesem Fall werden Autorisierungsprüfungen nur dann durchgeführt, wenn die Windows-
Bereitstellungsdienste auf einem Computer laufen, auf dem nicht die Serverrolle DHCP-
Server installiert ist. Laufen Windows-Bereitstellungsdienste und DHCP dagegen auf dem-
selben physischen Computer, überwacht der DHCP-Server Port 67 und stellt die Autorisie-
rung sicher.
Lektion 2: Konfigurieren von DHCP 45
Windows-Bereitstellungsdienste
Die Windows-Bereitstellungsdienste (Windows Deployment Services, WDS) nutzen Sie
normalerweise, wenn Sie neue Computer in einer mittleren bis großen Organisation be-
reitstellen. Mit WDS können Sie Abbilder (engl. images) und Skripts für die unbeaufsich-
tigte Installation verwalten. Und sie bieten die Möglichkeit, beaufsichtigte oder unbeauf-
sichtigte Installationen durchzuführen. Sie ermöglichen es, Medien zu partitionieren und
zu formatieren, das Clientbetriebssystem zu installieren und danach Konfigurationsauf-
gaben durchzuführen. WDS vereinfachen die Installation und stellen die Konsistenz in
der gesamten Netzwerkumgebung sicher.
WDS stellen Server-, Client- und Verwaltungskomponenten zur Verfügung. Zu den Ser-
verkomponenten gehören ein PXE-Server, ein TFTP-Server und ein freigegebener Ordner
sowie ein Abbildspeicher, in dem die Startabbilder, die Installationsabbilder und die
Dateien für den Netzwerkstart liegen. Außerdem stellen WDS eine Netzwerkschicht,
eine Multicastkomponente und eine Diagnosekomponente bereit.
Die Clientkomponenten enthalten unter anderem eine GUI. Wenn ein Benutzer ein
Betriebssystemabbild auswählt, kommunizieren die Clientkomponenten mit den Server-
komponenten, damit das entsprechende Abbild installiert wird. Die Verwaltungskom-
ponenten sind ein Satz Tools zum Verwalten von Server, Betriebssystemabbildern und
Clientcomputerkonten.
WDS machen Bereitstellungen einfacher und senken die Kosten gegenüber ineffizienten
manuellen Installationsverfahren. Sie ermöglichen die netzwerkbasierte Installation von
Windows-Betriebssystemen wie Windows Vista und Windows Server 2008. Und sie ver-
teilen Windows-Abbilder an Computer, die kein Betriebssystem haben. Sie unterstützen
gemischte Umgebungen aus Windows Vista, Windows Server 2008, Windows XP und
Windows Server 2003, und sie stellen eine Endpunkt-zu-Endpunkt-Lösung für die Bereit-
stellung von Windows-Betriebssystemen auf Clientcomputern und Servern zur Verfü-
gung.
Sie konfigurieren WDS mit dem WDS-MMC-Snap-In oder dem Befehl wdsutil. Wenn
Sie den Befehl wdsutil verwenden, müssen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator
ausführen.
Weitere Informationen PXE-Server
Weitere Informationen darüber, wie der PXE-Server funktioniert, finden Sie unter
http://technet2.microsoft.com/windowsserver2008/en/library/c960fc87-8fe3-4691-8242-
7ea0968487741033.mspx?mfr=true. Weitere Informationen über die Komponenten, aus
denen sich der PXE-Server zusammensetzt, finden Sie unter http://technet2.microsoft.com/
windowsserver2008/en/library/7fcc190d-3e21-481b-ba54-f0c20a67f60f1033.mspx?
mfr=true.
Weitere Informationen Windows-Bereitstellungsdienste
Weitere Informationen über WDS finden Sie unter http://msdn.microsoft.com/en-us/library/
aa967394(VS.85).aspx; folgen Sie dort den entsprechenden Links.

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