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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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Lektion 1: Konfigurieren hoher Verfügbarkeit 821
Lektion 1: Konfigurieren hoher Verfügbarkeit
Cluster stellen sicher, dass wichtige Dienste Ihres Servers für die Clients verfügbar bleiben.
In Clustern werden mehrere Computer eingesetzt, die jeweils dieselben Dienste anbieten,
um die Last zu verteilen, für Redundanz zu sorgen oder beides. Der Ausfall eines Servers
bleibt zwar weiterhin ein Thema, das IT-Profis schlaflose Nächte beschert, aber wenn Sie
Windows Server 2008 verwenden, eine Hochverfügbarkeitslösung korrekt installiert haben
und dann ein Fehler auftritt, werden die Clients nichts davon bemerken. In dieser Lektion
erfahren Sie etwas über die verschiedenen Strategien von Windows Server 2008 zur Sicher-
stellung der hohen Verfügbarkeit und über die Situationen, in denen Sie diese Mittel ein-
setzen können und sollten, um für die Leute, die darauf angewiesen sind, zuverlässige
IT-Dienste bereitzustellen.
Am Ende dieser Lektion werden Sie in der Lage sein, die folgenden Aufgaben auszuführen:
Konfigurieren von DNS-Round-Robin
Bereitstellen und Verwalten von Netzwerklastenausgleich-Clustern
Einrichten von Windows Server 2008-Failover-Clustern
Erläutern der verschiedenen Quorummodelle für Failover-Cluster
Veranschlagte Zeit für diese Lektion: 40 Minuten
DNS-Round-Robin
DNS-Round-Robin (DNS steht für Domain Name System) ist die einfachste Methode, ein-
gehende Anfragen auf mehrere Hosts zu verteilen. DNS-Round-Robin bedeutet, dass ein
DNS-Server bei jeder Anfrage eines Clients, die mit dem Namen des Round-Robin-Hosts
erfolgt, eine andere IP-Hostadresse liefert. Sie können zum Beispiel DNS-Round-Robin ein-
richten, indem Sie die IP-Adressen 192.168.15.10, 192.168.15.11 und 192.168.15.12 mit
dem Hostnamen www.contoso.internal verknüpfen. Der DNS-Server würde jede Client-
anfrage nach der IP-Adresse des Hosts www.contoso.internal mit einer der drei IP-Adressen
beantworten, wobei er der Reihe nach immer die nächste Adresse auswählt und nach der
letzten Adresse wieder von vorne anfängt. Dadurch werden die Clients gleichmäßig auf alle
drei IP-Adressen verteilt.
Zur Konfiguration von DNS-Round-Robin brauchen Sie also nur aufeinanderfolgende Host-
Datensätze (A für IPv4 oder AAAA für IPv6) mit demselben Namen und der jeweiligen IP-
Adresse
des zuständigen Hosts. Abbildung 16.1 zeigt die Datensätze, mit denen DNS-Round-
Robin für vier Hosts mit dem Hostnamen wangaratta.contoso.internal eingerichtet wurde.
An DNS-Round-Robin können durchaus unterschiedliche Betriebssysteme teilnehmen. Im
Gegensatz zu anderen Lösungen sind Sie nicht an eine bestimmte Prozessorarchitektur oder
an eine bestimmte Edition von Windows Server 2008 gebunden.
Was den Lastausgleich betrifft, weist DNS-Round-Robin allerdings einige Nachteile auf.
Der erste besteht darin, dass DNS-Round-Robin nicht auf Serverausfälle reagiert. Ein DNS-
Server gibt weiterhin die IP-Adresse eines ausgefallenen Servers aus der Round-Robin-
Gruppe zurück, bis ein Administrator den Datensatz für den ausgefallenen Server manuell
entfernt.
822 Kapitel 16: Hohe Verfügbarkeit und Speicherung
Abbildung 16.1 DNS-Round-Robin für Wangaratta
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass zwar die eingehenden Clientanfragen gleichmäßig
auf die Server verteilt werden, die am DNS-Round-Robin teilnehmen, nicht aber die Belas-
tung. Im Gegensatz zum Netzwerklastenausgleich, bei dem die aktuelle Belastung eines
Servers berücksichtigt wird, verteilt DNS-Round-Robin die Anfragen ohne Rücksicht auf
die aktuelle Belastung des Zielservers nach einem festen Schema. Selbst dieses einfache
Schema wird durch die DNS-Zwischenspeicher der Clients gestört. Ein Client wird sich bei
weiteren Anfragen an den Server wenden, der seine erste Anfrage beantwortet hat, solange
sich der Eintrag für diesen Server in seinem DNS-Zwischenspeicher befindet.
DNS-Round-Robin ist auf Windows Server 2008-DNS-Servern standardmäßig aktiviert. Die
Einstellung Round-Robin aktivieren ist auf der Registerkarte Erweitert des DNS-Servers zu
finden (16.2). Die Option Netzwerkmaskenanforderung aktivieren, die ebenfalls standard-
mäßig aktiviert wird und in Abbildung 16.2 zu sehen ist, weist den DNS-Server an, eine
IP-Adresse für das Subnetz des anfragenden Clients zu liefern, sofern es einen passenden
Hosteintrag gibt.
Abbildung 16.2 Die Round-Robin-Option

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