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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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Lektion 2: Konfigurieren von Speicher für Windows Server 2008 841
Abbildung 16.17 RAID-Optionen von Windows
RAID 0 RAID 0 kombiniert zwei oder mehr Festplatten zu einem größeren Volume.
Der Vorteil liegt darin, dass Schreib- und Lesevorgänge durch die logische Aufteilung
der beteiligten Festplatten in kleinere Streifen (auch Striping oder Disk Striping ge-
nannt) und eine entsprechende Verteilung der Daten über die Stripes von mehreren
Laufwerken schneller werden können. Der Nachteil liegt darin, dass der Ausfall eines
Festplattenlaufwerks bedeutet, dass alle Daten des gesamten Volumes verloren sind.
RAID 0 bietet keine Redundanz und erfordert mindestens zwei Festplattenlaufwerke.
RAID 1 RAID 1 verwendet ein Festplattenlaufwerk, um ein anderes zu spiegeln.
Fällt eines der beiden Laufwerke aus, kann dessen Spiegel als Ersatz verwendet wer-
den. RAID 1 bietet keine Leistungsvorteile, da die Daten nicht über mehrere Platten
verteilt gespeichert werden, wie es beim Striping der Fall ist. Stattdessen werden die
Daten zweimal geschrieben. RAID 1 wird häufig verwendet, um die Redundanz des
Laufwerks zu verbessern, auf dem das Betriebssystem installiert wurde.
RAID 5 RAID 5 bietet den Leistungsvorteil des Disk Stripings und umfasst zudem
Paritätsinformationen, die auch beim Ausfall eines Laufwerks aus dem Satz dafür sor-
gen, dass die Datenintegrität erhalten bleibt. RAID 5 erfordert mindestens drei Fest-
plattenlaufwerke. Speicherkapazität in der Größe einer Festplatte aus dem RAID 5-
Satz wird zur Speicherung der Paritätsinformationen verwendet.
RAID 10 RAID 10 kombiniert RAID 1, Laufwerksspiegelung, mit RAID 0, Disk
Striping. Dadurch entsteht ein großes, schnelles, fehlertolerantes Festplattenarray.
RAID 10 erfordert mindestens vier Festplattenlaufwerke. Zwei Laufwerke bilden ein
RAID 0-System mit Stripes, die beiden anderen spiegeln dieses System. RAID 10 ist
in kommerziellen Umgebungen gebräuchlich und wird nur durch Hardware-RAID
unterstützt.
Am Ende dieser Lektion erstellen Sie in der Konsole Datenträgerverwaltung ein RAID 1-
Array und ein RAID 5-Array.
Verwalten von LUNs mit dem Speicher-Manager für SANs
Eine LUN (Logical Unit Number, logische Gerätenummer) ist ein Hilfsmittel, um ein Seg-
ment eines SAN-Speichersubsystems mit einer Bezeichnung zu versehen. LUNs weisen eine
gewisse Ähnlichkeit mit Volumes auf, da sie sich auf einen Teil einer Festplatte, auf ein
ganzes Festplattenlaufwerk oder auf ein Laufwerksarray beziehen können. Zugriff und Kon-
842 Kapitel 16: Hohe Verfügbarkeit und Speicherung
trolle lassen sich auf LUN-Basis verwalten. LUNs gibt es in Varianten, die den Optionen für
Datenträger unter Windows Server 2008 ähneln. So wie es Volumes als einfache, übergrei-
fende und gespiegelte Volumes, als Stripesetvolumes und als Stripesetvolumes mit Parität
(RAID 5) gibt, so gibt es einfache, übergreifende und gespiegelte LUNs, Stripeset-LUNs
und Stripeset-LUNs mit Parität.
Der Speicher-Manager für SANs (Abbildung 16.18) ermöglicht Ihnen die Verwaltung von
Fibre Channel- und iSCSI-SANs. Diese Konsole wird durch die Installation des Features
Speicher-Manager für SANs verfügbar.
Abbildung 16.18 Der Speicher-Manager für SANs
Sie können den Speicher-Manager für SANs für folgende Aufgaben verwenden:
Anzeigen der Eigenschaften von Fibre Channel- und iSCSI-Speichersubsystemen
Erstellen neuer LUNs, Erweitern von LUNs und Löschen von LUNs
Zuweisen von LUNs an SAN-Clients wie Server und Cluster
Festlegen, welche Hostbusadapterports, die von Fibre Channel oder iSCSI-Initiator-
adaptern verwendet werden, Zugriff auf LUNs haben
Verwalten der iSCSI Sicherheitseinstellungen durch die Konfiguration der Eigenschaf-
ten der iSCSI-Ziele.
Überwachen von Status und Zustand der LUNs
Sie können eine vorhandene LUN erweitern, wenn das Speichersubsystem, zu dem die LUN
gehört, über freien Speicherplatz verfügt. Sie können die LUN mit dem Speicher-Manager
für SANs erweitern. Allerdings wird dabei nicht die Dateisystempartition erweitert. Um die
Dateisystempartition für eine LUN zu erweitern, die Sie erweitert haben, verwenden Sie ein
Tool wie die Konsole Datenträgerverwaltung.
Das Löschen einer LUN lässt sich nicht rückgängig machen. Und wenn Sie eine LUN lö-
schen, dann löschen Sie auch alle Daten von allen Volumes, die mit der LUN verknüpft sind.
Vor dem Versuch, eine LUN zu löschen, müssen Sie alle Anwendungen schließen, die diese
LUN verwenden. Sie können eine LUN löschen, indem Sie sie im Speicher-Manager für
SANs unter dem Knoten LUN-Verwaltung mit der rechten Maustaste anklicken und dann auf
LUN löschen klicken. Wenn Sie einfach nur eine LUN von einem Server oder Cluster ent-
fernen, die enthaltenen Daten aber behalten möchten, können Sie die Funktion LUN-Zuwei-
sung aufheben verwenden, statt die LUN vollständig zu löschen. Dann können Sie die LUN
später mit einem anderen Server verbinden.

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