Kapitel 11
Blöcke und externe Referenzen
486
Objekte, die im Layer 0 konstruiert wurden, werden beim Einfügen immer
dem aktuellen Layer zugeordnet.
Objekte, die in anderen Layern konstruiert wurden, behalten beim Einfügen
ihre Layerzugehörigkeit bei.
Beispiel: Ein Fenster ist mit seinen Konturen im Layer 0 konstruiert worden, aber
Mauerkanten darin liegen auf dem Layer W
ÄNDE. Daraus wird ein Block erstellt.
Nach dem Einfügen in den aktuellen Layer
Fenster&Türen erscheinen die Linien
aus dem Layer 0 im Block dann auf dem Layer
Fenster&Türen, die Mauerkanten aus
dem Block bleiben aber auf dem Layer Wände im eingefügten Zustand. Es verhalten
sich also Objekte von Blöcken, die aus dem Layer 0 stammen, praktisch wie Chamä-
leons, die sich der jeweiligen Umgebung anpassen, nämlich dem aktuellen Layer.
11.2.5 Skalierung von Blöcken
Sie haben oben gesehen, dass Sie beim Einfügen von Blöcken eine Skalierung vor-
nehmen können. Normalerweise sind die x-, y- und z-Faktoren auf 1 gesetzt, weil
andere Einstellungen für Normteile nicht sinnvoll sind. Im Allgemeinen können
aber die Blöcke mit einem beliebigen Faktor skaliert werden, und sogar in den drei
Achsenrichtungen unterschiedlich stark. Sie können auch die Option E
INHEITLICH
ankreuzen, um den Block in allen Achsenrichtungen gleichmäßig zu skalieren.
Bei der ungleichmäßigen Skalierung von Blöcken entstehen beispielsweise aus
Kreisen dann Ellipsen.
Das Skalieren von Blöcken hat seine Grenzen. Ein Fenster, das wie F-101 mit Lei-
bungen auskonstruiert ist, kann man nicht etwa mit einer x-Skalierung von 1.135
in ein Fenster der Breite 113.5 verwandeln. Das Problem besteht nämlich darin,
dass die Leibungen entsprechend mitskaliert werden, und das darf nicht sein.
11.2.6 Blöcke der Größe 1
Andererseits gibt es auch Beispiele für Blöcke, die sich beliebig skalieren lassen
sollen. In diesen Fällen ist es sogar sehr nützlich, wenn Sie sie nicht mit den end-
gültigen Abmessungen generieren, sondern in der entscheidenden Abmessung
mit einer Zeicheneinheit. Das hat später beim Einfügen nämlich zur Folge, dass
die Fadenkreuzposition als Skalierungsfaktor verwendet werden kann. Abbildung
11.11 zeigt Beispiele der Blöcke
SCHATTEN und DURCHBR. Sie können für die Schat-
tierung von Schächten und für Mauerdurchbrüche verwendet werden. Mit der ers-
ten Fadenkreuzposition legen Sie den Einfügepunkt fest und mit der zweiten dann
über einen diagonal gegenüberliegenden Punkt den Skalierfaktor, wobei Sie natür-
lich mit permanenten Objektfängen arbeiten.
11.2
Interne Blöcke
487
Abb. 11.11: Blöcke der Größe 1 eingefügt in verschiedene Geometrien
Die Erzeugung der Geometrien für die zwei Blöcke SCHATTEN und DURCHBR ist hier
kurz protokolliert:
Der Durchbruch wird nun in eine 24er-Wand im Abstand von 20 cm vom linken
Ende eingefügt. Die Breite des Durchbruchs beträgt 20 cm. Daraus ergibt sich,
dass der Einfügepunkt mit Objektfang VON
PUNKT mit Bezugspunkt ENDPUNKT
und Abstand @20,0 angegeben werden muss. Der zweite Punkt legt die Skalierung
fest und muss relativ zum ersten dann 20 in x und 24 in y entfernt sein.
Befehl: SOLID(Enter)
SOLID Ersten Punkt angeben: 0,0(Enter)
SOLID Zweiten Punkt angeben: 0,1(Enter)
SOLID Dritten Punkt angeben: .2,.8(Enter)
SOLID Vierten Punkt angeben oder <...>: 1,1(Enter)
SOLID Dritten Punkt angeben: (Enter)
Befehl: _block Blockname: SCHATTEN
Einfügebasispunkt: 0,0
Objekte wählen: L
Befehl: SOLID(Enter)
SOLID Ersten Punkt angeben: 0,0(Enter)
SOLID Zweiten Punkt angeben: 1,0(Enter)
SOLID Dritten Punkt angeben: 1,1(Enter)
SOLID Vierten Punkt angeben oder <...>: 0,1(Enter)
SOLID Dritten Punkt angeben: (Enter)
Befehl: _block Blockname: DURCHBR
Einfügebasispunkt: 0,0
Objekte wählen: L

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