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Cinema 4D R18 - Praxiseinstieg by Maik Eckardt

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m5.2 Licht
191
Abbildung 5.5
Abbildung 5.5
Der Tab Stereoskopie
in den Kamera-
Attributen
Der Tab BILDAUFBAU schließlich beinhaltet kreative Hilfsmittel für die Bildaufteilung.
Im Wesentlichen sind das in die Kamera projizierte Hilfslinien für Standard-Bildauf-
teilungen wie zum Beispiel der
Goldene Schnitt.
5.2 Licht
Kommen wir nun zum eigentlichen Licht und damit zum wohl komplexesten Thema
in der 3D-Grafik. Damit Sie die verschiedenen Lichtquellen-Arten und deren Para-
meter verstehen, müssen wir wieder mal etwas weiter ausholen.
In den großen Animationsfilmstudios beschäftigen sich ganze Heerscharen von
hochbezahlten Spezialisten ausschließlich mit der Einstellung der bestmöglichen
Beleuchtung. Meist sind das spezialisierte Kameraleute oder Fotografen. Das zeigt
auf Anhieb, dass man das Licht in einem 3D-Programm wohl nicht einfach anschal-
ten kann wie im heimischen Wohnzimmer. Wohl aber zeigt es den Stellenwert. Wie
in Realfilmen auch entscheidet die richtige Beleuchtung über den Gesamteindruck
der Szene. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Jede erdenkliche Art von
Beleuchtung und Lichteffekten kann durch die Software simuliert werden. Sogar
Licht, das in der Natur überhaupt nicht vorkommt, ist realisierbar. Darüber hinaus
ist Licht keine feststehende Größe, sondern abhängig von Texturen und Render-
voreinstellungen.
Lichtquellen-Arten
CINEMA unterscheidet bei der Erzeugung grundsätzlich drei verschiedene Licht-
quellen: das Licht, die Ziel-Lichtquelle und die Sonnen-Lichtquelle. Wie alle
Objekte finden Sie diese im E
RZEUGEN-Menü unter LICHT.
Deren Unterscheidung hat nichts mit den eigentlichen Lichtquellen-Typen wie Flä-
chenlicht oder Spotlicht oder auch IES-Lichtern zu tun, die hier ebenfalls aufge-
Kapitel 5
192
SZENE
führt sind. Der Lichtquellen-Typ kann jederzeit später in den Attributen geändert
werden. Nicht geändert werden kann das grundsätzliche System der Lichtquelle
und ihr Zusammenwirken mit anderen Objekten oder Tags. Daraus ergeben sich
die drei Arten von Lichtquellen:
1. Das L
ICHT erzeugt ein Licht-Objekt in Form einer Punkt-Lichtquelle. Sie wird
direkt im Koordinatenursprung erzeugt und als sternförmiges Objekt darge-
stellt. Sie kann wie jedes andere Objekt auch verschoben und gedreht werden
und in den Attributen zu jedem anderen Typ von Lichtquelle geändert werden.
Die drei anderen, wichtigen Typen von Lichtquellen – Spot-Lichtquelle, Unend-
liche Lichtquelle und Flächen-Lichtquelle – können statt des Lichts auch direkt
aufgerufen werden. Auch deren Typ kann danach noch jederzeit geändert wer-
den.
2. Die Z
IEL-LICHTQUELLE erzeugt zwei Objekte. Sie kennen das bereits von der
Kamera. Dieses Licht richtet sich immer mit seiner Z-Achse auf sein Ziel im Koor-
dinatenursprung aus und wird als Spotlicht erzeugt. Verschieben Sie das Ziel,
wird der Lichtstrahl ihm automatisch folgen. Verschieben Sie die Lichtquelle,
wird sie immer auf das Ziel ausgerichtet bleiben. Natürlich kann im A
USRICHTEN-
Tag jederzeit wieder ein neues Ziel definiert werden. Trotz des Ziels handelt es
sich hierbei um eine ganz normale Lichtquelle, sie kann deshalb auch in alle
anderen Typen von Lichtquellen umgewandelt werden.
3. Die S
ONNEN-LICHTQUELLE erzeugt eine Unendliche Lichtquelle mit einem Tag im
Objekt-Manager. In diesem Tag kann der exakte Sonnenstand an einem be-
stimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit an einem beliebigen Platz auf der
Erde simuliert werden. Da alle Parameter auch animierbar sind, können Sie so
die Sonne auf- und untergehen lassen oder eine Reise aus der Sicht der Sonne
um die Welt unternehmen. Auch hier kann der Typ der Lichtquelle jederzeit ver-
ändert werden.
Im W
ERKZEUGE-Menü finden Sie zusätzlich das LICHTWERKZEUG. Mit ihm können Sie
interaktiv im Editor per Mausklick eine Lichtquelle erzeugen, positionieren und in
der Helligkeit anpassen.
In den Attributen werden wie immer die Eigenschaften aller Lichtquellen ange-
zeigt, der Fülle wegen unter verschiedenen Tabs.
Allgemein-Tab
Der erste Weg führt immer in den Tab ALLGEMEIN, um die grundsätzlichen Parameter
zu bestimmen. Definieren Sie hier zuerst die Farbe der Lichtquelle. Unter I
NTENSITÄT
wird dann die Stärke des Lichts eingestellt. Werte über 100% sind möglich und
sogar negative Werte, um bestimmten Bereichen der Szene das Licht zu entziehen.
Unter T
YP wird die Art der Lichtquelle gewählt.
Befinden sich mehrere Lichtquellen in der Szene, wirken deren gesammelte Glanz-
lichter oft störend. Unter G
LANZLICHTER können Sie für jede Lichtquelle separat fest-
legen, ob sie Glanzlichter erzeugen soll oder nicht. Abbildung 5.6
m5.2 Licht
193
Abbildung 5.6
Der Tab A
LLGEMEIN
mit den Lichtquellen-
Typen
Unter SCHATTEN finden Sie die verschiedenen Schatten-Typen. Abbildung 5.7
Abbildung 5.7
Der Tab A
LLGEMEIN mit
den Schatten-Typen
Wollen Sie, dass das Licht in seiner Form sichtbar wird, wählen Sie den Typ der
Sichtbarkeit unter S
ICHTBARES LICHT. Abbildung 5.8
Jeder dieser drei Punkte besitzt einen eigenen Tab mit den verschiedenen Einstel-
lungen. Die Einstellungen der Lichtquelle finden Sie im D
ETAILS-Tab, die der Schat-
ten im S
CHATTEN-Tab und die des sichtbaren Lichts im SICHTBARKEIT-Tab.

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