Ein (sich verändernder) Blick für das Schöne

Wenn, wie man so schön sagt, die Schönheit im Auge des Betrachters liegt (und es gibt es etwa sieben Milliarden Augenpaare auf der Welt, die sie mit unterschiedlicher Klarheit sehen), liegt es auf der Hand, dass es keine Schönheit im objektiven Sinne geben kann. Wir sprechen von Geschmack. Jeder hat einen. Bei manchen ist er in die eine oder andere Richtung sehr gereift, bei anderen weniger.

Als Kind mochte ich keinen Rosenkohl. Meine Mutter sagte dann, dass man sich an ihn gewöhnen müsse, ein anerzogener Geschmack sozusagen, was ich als Kind überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ich hasste Rosenkohl und war froh, dass ich ihn nicht mochte, denn falls ich das getan hätte, hätte ich ihn ja essen müssen ...

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