Als zehn Monate zuvor der Evakuierungsbefehl für das Grenzgebiet ergangen war, hatte dieser große Teile des Keramikkonzerns betroffen. Er legte bei Kriegsbeginn nicht nur die Mosaik- und die Steingutfabrik in Mettlach, das Mosaikplattenwerk in Merzig sowie die Kristallfabrik Wadgassen still, sondern verlagerte auch die Generaldirektion von Mettlach nach Dresden. Luitwin von Boch, Generaldirektor und geschäftsführender Gesellschafter, trat im Zuge der Mobilmachung den Militärdienst an. Die Belegschaften aus Mettlach, Merzig und Wadgassen, insgesamt etwa 4 500 Personen, verteilten sich im Reichsinnern; viele von ihnen kamen nach Thüringen, in den Harz oder an die Ostsee.710 Die Schwesterwerke, die für die Übernahme der Evakuierten in Frage kamen, ...

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