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Konfigurieren der Windows Server-Virtualisierung - Original Microsoft Training für Examen 70-652 by Danielle Ruest, Nelson Ruest

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Lektion 3: Konfigurieren virtueller Netzwerke 111
für Microsoft virtueller Netzwerk-Switch und aktiviert es. Nach der Umwandlung der realen
Netzwerkkarte in einen virtuellen Netzwerkswitch ist dieses Protokoll das einzige aktive
Protokoll der physischen Netzwerkkarte. Alle anderen Netzwerkkarteneinstellungen werden
automatisch deaktiviert (Abbildung 2.25).
Deswegen solle jeder Hyper-V-Host mit mindestens zwei Netzwerkkarten ausgerüstet sein,
bei Bedarf auch mit mehr. Die Netzwerkkarten sollten folgendermaßen verwendet werden:
Die erste Netzwerkkarte sollte zur Erstellung eines virtuellen Netzwerkswitches für
virtuelle Computer verwendet werden.
Die zweite Netzwerkkarte sollte für alle Verwaltungszugriffe auf die Stammpartition
von Hyper-V reserviert bleiben.
Weitere Netzwerkkarten sollten verfügbar sein, wenn Sie iSCSI-Verbindungen für den
Zugriff auf Remotespeicher brauchen. Die Zahl der Karten, die Sie für diesen Zweck
brauchen, hängt von der Übertragungsgeschwindigkeit und der zu übertragenden
Datenmenge ab. Es empfiehlt sich, zwei Netzwerkkarten einzuplanen und redundante
Verbindungspfade zum Remotespeicher einzurichten.
Weitere Netzwerkkarten können installiert werden, wenn zusätzliche virtuelle Netz-
werkswitches erforderlich sind. Wie viele Karten Sie brauchen, hängt von der Anzahl
der virtuellen Computer ab, die auf dem Host betrieben werden sollen. Es empfiehlt
sich, mindestens zwei virtuelle Netzwerkswitches einzurichten, um über redundante
Pfade zu den virtuellen Computern zu verfügen.
Wie Sie sehen, müssen Sie die Installation der Netzwerkkarten in Ihren Hyper-V-Hosts sorg-
fältig planen. Allerdings lassen sich Netzwerkkarten wegen der Plug & Play-Fähigkeiten
eines Windows Server 2008-Computers auch noch jederzeit nachrüsten.
Prüfungstipp Drahtlosnetzwerkkarten
Hyper-V kann keine Drahtlosnetzwerkkarten verwenden, weil die Stammpartition sie nicht
an das Protokoll für Microsoft virtueller Netzwerk-Switch binden kann. Lassen Sie sich
davon in der Prüfung nicht durcheinanderbringen.
Konfigurieren von Hyper-V auf Vollinstallationen und auf
Server Core-Installationen
In Lektion 1 dieses Kapitels haben Sie Hyper-V auf einer Vollinstallation und auf einer
Server Core-Installation installiert und aktiviert. Bei der Aktivierung von Hyper-V auf der
Vollinstallation hat ein Assistent Sie mit mehreren Seiten unterstützt. Auf einer dieser Seiten
wurde die Erstellung eines virtuellen Netzwerks angeboten (Abbildung 2.26). Wenn Sie sich
dafür entscheiden, verwendet Hyper-V die physische Netzwerkkarte für einen virtuellen
Netzwerkswitch und erstellt eine externe virtuelle Netzwerkkarte für die Stammpartition.
Diese
virtuelle
Netzwerkkarte
erhält
die
Einstellungen,
die
zuvor
der
realen
Netzwerkschnitt-
stelle zugewiesen wurden. Deswegen verlieren Sie auch die Verbindung, wenn Sie diese
Konfiguration über Remotedesktop durchführen und Ihr Hyper-V-Host nur über eine Netz-
werkkarte verfügt. Bei diesem Vorgang wird die vorhandene Netzwerkkarte in einen virtu-
ellen Switch umgewandelt und eine neue virtuelle Netzwerkkarte erstellt. Die Verbindung
geht für kurze Zeit verloren.
112 Kapitel 2: Konfigurieren von Hyper-V-Hosts
Abbildung 2.26 Die Seite Virtuelle Netzwerke erstellen des Rolleninstallationsassistenten
Nach der Erstellung des virtuellen Switches verhält sich die Netzwerkkarte wie ein gewöhn-
licher Switch. Allerdings handelt es sich um einen Switch auf Softwarebasis, daher können
nach Bedarf dynamisch Ports hinzugefügt oder entfernt werden.
Die Konfiguration erfolgt in anderer Weise, wenn Sie Hyper-V auf einer Server Core-Instal-
lation verwenden. Da Sie die Rolle Hyper-V auf einer Befehlszeile hinzufügen, erstellen Sie
bei der Installation keinen virtuellen Switch. Stattdessen muss der virtuelle Netzwerkswitch
nach der Installation der Rolle und dem dazugehörigen Neustart manuell erstellt werden.
Externe Verbindungen werden automatisch mit dem virtuellen Netzwerkswitch verknüpft. In
diesem Fall wird der gesamte Netzwerkdatenverkehr durch den virtuellen Switch geleitet,
als wäre er ein physischer Switch (Abbildung 2.27). Da die externe Verbindung mit einem
Port des virtuellen Switches verknüpft ist, wird der Datenverkehr von Anwendungen, die in
virtuellen Computern ausgeführt werden und externe Verbindungen herstellen müssen, über
die virtuelle Netzwerkkarte zum virtuellen Switch weitergeleitet und von dort über die phy-
sische Netzwerkkarte in die Außenwelt.
Interne Verbindungen werden nicht mit dem virtuellen Netzwerkswitch verbunden. Daher
eignen sie sich nur für die Kommunikation mit dem Host und mit anderen virtuellen Com-
putern, die an dasselbe Netzwerk angeschlossen sind (Abbildung 2.28).
Auch private Netzwerke sind nicht mit dem virtuellen Netzwerkswitch verbunden. Sie
ermöglichen nur die Kommunikation mit anderen virtuellen Computern, die an dasselbe
Netzwerk angeschlossen sind (Abbildung 2.29).
Lektion 3: Konfigurieren virtueller Netzwerke 113
Abbildung 2.27 So funktioniert ein externes Netzwerk in Hyper-V
Abbildung 2.28 So funktioniert ein internes Netzwerk in Hyper-V

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