Transparenz und Opazität

Ihre Fotomotive nehmen Einfluss auf ihre eigene Beleuchtung, und zwar nicht nur in Form von Oberflächenreflexion. Sehr wichtig ist auch die Frage, ob ein Objekt transparent ist oder nicht.

Ist etwas völlig undurchsichtig, gelangt kein Licht hindurch. Das Objekt erscheint fest und dreidimensional und wirkt wie gemeißelt. Normalerweise wird es von vorne oder von der Seite beleuchtet; es kann aber auch als Silhouette im Gegenlicht einen Spezialeffekt heraufbeschwören.

Objekte, die zum Teil transparent sind, können durch Beleuchtung von hinten (siehe Abschnitt »Gegenlicht«) durchscheinend wie Buntglas wirken. Gerade Buntglas ist ein klassisches Motiv für Transparenz- und Gegenlichtaufnahmen – erst im Gegenlicht entfaltet es seine Wirkung. In der Natur sind durchscheinende Blüten oder andere Objekte eine natürliche Analogie zur Transparenz von Buntglasfenstern.

Fotos, die eine geschlossene Geschichte erzählen sollen, sind selten Gegenlichtaufnahmen. Wenn Sie etwas geradeheraus zeigen wollen, beleuchten Sie es direkt. Schließlich sind wir es gewohnt, dass Objekte von vorne oder von der Seite beleuchtet werden. Gegenlicht indessen ist eine relativ unübliche Beleuchtung (und Technik).

Wird ein transparentes Motiv von hinten beleuchtet, strahlt es wie Buntglas. Wer solcherart ausgeleuchtete Fotos betrachtet, hat das Gefühl, dass die Dinge ihre innersten Geheimnisse offenbaren.

Dieses Bild einer Mohnblüte zeigt, was Teiltransparenz ist. Wo die Sonne von hinten auf ...

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