Philipp Osten

„Diese schmierige Mischung von Sentimentalität und wissenschaftlicher Phrase“ – Politik und Gesundheitsaufklärung in Ausstellungen, Plakaten und Filmen, 1880–1980

Kurt Tucholsky hielt wenig vom Kino. Als Redakteur der „Berliner Schaubühne“ vertrat er die Interessen des Theaters: „Der Film hat mit Kunst nichts zu tun, und wenn sich das Kino tausendmal gute Schauspieler mietet […], niemals wird eine reine Kunstleistung herauskommen […], sondern stets ein trauriger Ersatz für ein gutes Theater.“581 Welches Potenzial der Film für die Belehrung einer großen Zahl von Zuschauern besaß, beobachtete der Kritiker sehr genau. Bereits in der Vorkriegszeit hatte er anonym eine Glosse über einen Filmabend in einem Lichtspielhaus der Firma Pathé ...

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