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Microsoft Excel im Personalwesen, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage by Melanie Breden, Sven Mönkediek, Egbert Jeschke, Michael Paatz

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Kapitel 6: Abschlussarbeiten und unterjährige Berechnungen
Unterjährige Berechnung einer zusätzlichen
Urlaubsvergütung
Die meisten tariflichen und betrieblichen Regelungen, die eine zusätzliche Urlaubsvergütung fest-
schreiben, sehen eine Auszahlung dieser nach dem tatsächlichen Anfall der Urlaubstage vor. Daneben
gibt es aber in der Regel auch eine Öffnungsklausel, die dem Arbeitgeber die Möglichkeit einräumt,
die vollständige Urlaubsvergütung für den kompletten Jahresurlaubsanspruch des Beschäftigten
unterjährig auszuzahlen. Dieses Verfahren vereinfacht die Entgeltabrechnung, führt jedoch zu einem
deutlich höheren Liquiditätsabgang im Auszahlungsmonat. Die zusätzliche Urlaubsvergütung ist
damit ein bedeutender Faktor in der Analyse für den Auszahlungsmonat oder Zeiträume, die diesen
beinhalten. In die Ermittlung der Arbeitgeberanteile an der Sozialversicherung können Sie Erfah-
rungswerte aus Ihrem Unternehmen einfließen lassen. Damit wird eine realitätsnahe Abschätzung
des Gesamtvolumens möglich.
Verwenden Sie zum Nachstellen des hier gezeigten Lösungsweges die Dateien Rohdaten.txt und
Urlaub.txt. Sie finden diese Dateien sowie eine Musterdatei für die unterjährige Berechnung des Urlaubsgeldes mit dem
Namen Berechnung_Urlaub.xls auf der CD zum Buch im Ordner \Buch\Kap06.
Importieren der Daten
Die zusätzliche Urlaubsvergütung berechnet sich nach dem Urlaubsanspruch des Beschäftigten, der
mit einem meist tariflich geregelten Anteil des Monatentgelts multipliziert wird. Dieser Anteil wird in
der folgenden Beispielrechnung in Anlehnung an viele gültige Tarifabschlüsse mit 2,4 Prozent des
Monatsentgelts pro Urlaubstag berechnet. Sollten Sie mit einem anderen Schlüssel rechnen wollen,
setzen Sie den entsprechenden Wert in der nachstehenden Beispielrechnung anstelle des Wertes 2,4
Prozent ein.
Neben dem vertraglich bestimmten Urlaubsanspruch des Beschäftigten ist außerdem ein zusätzlicher
Urlaubsanspruch von fünf Tagen
1
zu berücksichtigen, der allen Beschäftigten zusteht, die einen
Schwerbehinderungsgrad von mindestens 50 Prozent
2
aufweisen. Aus dem Payroll-System und der
Zeitwirtschaft sind daher die Informationen aus der Tabelle 6.10 erforderlich.
1
§ 125 Abs. I des Sozialgesetzbuches IX und § 47 des Schwerbehindertengesetzes
2
§ 1 und § 7 Abs. I des Schwerbehindertengesetzes
Datenbankfeld Enthalten im Report aus
Personalnummer beiden Systemen
Name dem Payroll-System (Zeitwirtschaft optional)
Vorname dem Payroll-System (Zeitwirtschaft optional)
Abteilung dem Payroll-System (Zeitwirtschaft optional)
Tabelle 6.10 Erforderliche Datenbankfelder in den Reports
CD-ROM

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