O'Reilly logo

Microsoft Excel im Personalwesen, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage by Melanie Breden, Sven Mönkediek, Egbert Jeschke, Michael Paatz

Stay ahead with the world's most comprehensive technology and business learning platform.

With Safari, you learn the way you learn best. Get unlimited access to videos, live online training, learning paths, books, tutorials, and more.

Start Free Trial

No credit card required

Das Cockpit einrichten
419
Qualifikationsstruktur wiedergeben
Eine Qualifikationsstruktur spiegelt das im Unternehmen vorhandene Fachwissen, orientiert an For-
malqualifikationen, wider. Besonders in Branchen mit hoher Arbeitsintensität sind Qualifikationen
ein wichtiger Gradmesser für das Recruiting. Die Analyse der Qualifikationsstruktur auf Abteilungs-
ebene zeigt auf, welchem Anforderungsprofil die Abteilung gerecht werden kann. Dabei ist die Quali-
fikation ein Anhaltspunkt für Arbeitsqualität, trifft aber keine zuverlässige Aussage über die Leis-
tungsfähigkeit. Die Qualifikationsstruktur ist gut geeignet, um weiter gehende Betrachtungen
hinsichtlich der Anforderungsprofile und des Qualifikationsniveaus durchzuführen. So lässt sich mit
ihrer Einbeziehung die Erfüllung geforderter Arbeitsleistungen genauer einordnen.
Um einen objektiven und in der Praxis anerkannten Maßstab für die Untergliederung der Qualifikati-
onen zu nutzen, wird hier auf den B2-Schlüssel aus dem Personalstamm zurückgegriffen. Da dieser
bei den Meldungen an die Sozialversicherungen zwingend erforderlich ist, kann ihn jedes Entgeltab-
rechnungssystem zur Verfügung stellen. Er bietet somit eine Vergleichbarkeit zu anderen Unterneh-
men und Branchen. Der Schlüssel kann insgesamt sieben mögliche einstellige Werte annehmen; ihre
Bedeutung entnehmen Sie Tabelle 10.2.
Den B2-Schlüssel haben Sie in den Vorbereitungen mit der Funktion
SVERWEIS() aus dem Arbeitsblatt
TTK-Schlüssel in die Spalte AC des Arbeitsblattes Liste übertragen. Für Strukturberechnungen wird
weiterhin die Gesamtheit der FTE betrachtet. In der Praxis finden Sie häufig auch die Darstellung auf
Basis ungewichteter Mitarbeiteranzahlen. Sie erhalten jedoch ein stimmigeres Bild des Cockpits,
wenn Sie die Grundlage der Berechnungen einheitlich halten.
Organisieren Sie zunächst die Überschriften der kleinen Tabelle:
1. Markieren Sie die Zellen A31:D32, klicken Sie auf die Schaltfläche Verbinden und zentrieren
und geben Sie die Überschrift Qualifikationsstruktur ein.
2. Notieren Sie in der Zelle A33 die Spaltenbeschriftung Schlüssel, in B33 die Beschriftung Anzahl
FTE, in C33 die Beschriftung %-Anteil und in D33 die Spaltenüberschrift % kum..
Als Schlüssel schreiben Sie in die Zellen A34:A39 die Werte 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Damit sind die Klassen
festgelegt.
Schlüsselzahl Bedeutung
1 Volks-/Hauptschule, Mittlere Reife ohne abgeschlossene Berufsausbildung
2 Volks-/Hauptschule, Mittlere Reife mit abgeschlossener Berufsausbildung
3 Abitur/Hochschulreife ohne abgeschlossene Berufsausbildung
4 Abitur/Hochschulreife mit abgeschlossener Berufsausbildung
5 Abschluss einer höheren Fachschule/Fachhochschule
6 Hochschul-/Universitätsabschluss
7 Ausbildung unbekannt, Angaben nicht möglich
Tabelle 10.2 Schlüsselübersicht B2
420
Kapitel 10: Datencockpit – Kennzahlen für die Geschäftsleitung
In diesem Beispiel bleibt der Schlüssel »7« unberücksichtigt. Es wird davon ausgegangen, dass lediglich
tatsächlich vorhandene Qualifikationen betrachtet werden. Möchten Sie zudem darstellen, wie viele Beschäftigte mit der
»7« geschlüsselt sind, lässt sich die Tabelle in Zeile 40 entsprechend um eine weitere Zeile ergänzen.
Anzahlberechnung auf Basis der FTE
Für die festgelegten Schlüssel müssen Sie auch hier die entsprechenden Summen aus der berechneten
Spalte FTE der Hauptliste bilden. Wiederum greifen Sie bei der Berechnung auf die Funktion
SUMME-
WENN()
zurück.
Sie sollten die Nutzung von Namen in den Formeln konsequent beibehalten. Markieren Sie daher auf
dem Blatt Liste die Spalte AC mit dem berechneten B2-Schlüssel und geben Sie im Namenfeld den
Namen B_zwei ein.
Die Nutzung von Zahlen in definierten Namen ist grundsätzlich zulässig, kann jedoch nicht empfohlen
werden. Da Excel innerhalb einer Formel Zahlen als solche zu interpretieren versucht, kann ein fehlender Unterstrich in
einem Namen (Beispiel: Name 2 statt Name_2) je nach Namensgebung zu Verwirrung und fehlerhaften Ergebnissen
führen. Die Fehlersuche gestaltet sich in solchen Fällen deutlich aufwendiger.
Nun tragen Sie in die Zelle B34 die Formel =SUMMEWENN(B_zwei;A34;FTE) ein. Die Funktion sucht in der
Spalte
B_zwei (B2-Schlüssel) Einträge, welche gleich »1« sind. Die Inhalte aus den Trefferzeilen im
Summenbereich
FTE werden summiert. Kopieren Sie die Formel aus B34 nach unten bis B39.
Auf eine Gesamtsumme kann hier verzichtet werden, da sich die Summe aller FTE ergeben muss, wel-
che bereits in der Altersstruktur und Betriebszugehörigkeit angegeben wird. Die Abbildung 10.17
zeigt den erreichten Zwischenstand. Sollten Sie an der Importliste noch nichts geändert haben, sollte
Ihr Cockpit dieselben Ergebnisse aufweisen.
Berechnung der Anteilswerte
Die Berechnung der relativen Werte ist schnell bewerkstelligt. Die Einzelwerte werden auch hier
durch die Summe aller Werte dividiert, das heißt ins Verhältnis gesetzt. Notieren Sie also in der Zelle
C34 die Formel
=B34/SUMME(FTE). Diese Formel können Sie bis C39 nach unten kopieren. Formatieren
Sie die Zellen abschließend noch im Prozentformat mit zwei Nachkommastellen.
HINWEIS
HINWEIS
Abbildung 10.17 Der Zwischenstand der Berechnungen
zur Qualifikationsquote

With Safari, you learn the way you learn best. Get unlimited access to videos, live online training, learning paths, books, interactive tutorials, and more.

Start Free Trial

No credit card required