Umrechnen in Uhrzeitformate
81
tigt werden. Zur Erstellung eines benutzerdefinierten Formats rufen Sie das Dialogfeld Zellen forma-
tieren auf und wählen die Kategorie Benutzerdefiniert aus, um den Typ wie folgt festzulegen:
Selbstverständlich sind auch Kombinationen nach dem Beispiel
TT.MM.JJJJ für »01.09.2009«,
TTTT", den" TT.MM.JJ für »Dienstag, den 01.09.09« oder TTT, hh:mm für »Di, 08:05« möglich. Um
zu erreichen, dass Zahlenwerte nicht in der nächsthöheren Ebene (z.B. 25 Stunden als 1 Tag und 1
Stunde) dargestellt werden, kann der Werteraum durch eckige Klammern eingefasst werden. Das
benutzerdefinierte Format
[hhh]:mm liefert folgerichtig alle Stunden und Minuten, ohne beim Über-
schreiten der Datumsgrenze einen Tag auszugeben.
Umrechnen in Uhrzeitformate
Beim Rechnen mit Industrieminuten werden die Minuten als Dezimalzahl mit der Umrechnung 100/
60 dargestellt. Da viele Exporte aus Zeitwirtschaften und anderen Systemen die Zeitangaben in Indus-
trieminuten führen, sollten Sie ein Format aus der Kategorie Zahl beibehalten, da die Werte sonst von
Excel falsch interpretiert werden. Möchte man jedoch auch diese Werte im Datums- oder Uhrzeitfor-
mat führen, muss zunächst eine Umrechnung der Werte erfolgen.
Typ Darstellung Beispiel für den Wert 01.09.2009, 08:05
T Tag als Zahl ohne führende Null 1
TT Tag als Zahl mit führender Null 01
TTT Tag als Text abgekürzt Di
TTTT Tag ausgeschrieben Dienstag
M Monat als Zahl ohne führende Null 9
MM Monat als Zahl mit führender Null 09
MMM Monat als Text abgekürzt Sep
MMMM Monat als Text September
JJ Jahr als zweistellige Zahl 09
JJJJ Jahr als vierstellige Zahl 2009
h Stunde als Zahl ohne führende Null 8
hh Stunde als Zahl mit führender Null 08
m Minute als Zahl ohne führende Null 5
mm Minute als Zahl mit führender Null 05
s Sekunde als Zahl ohne führende Null 0
ss Sekunde als Zahl mit führender Null 00
Tabelle 3.1 Parameter für benutzerdefinierte Datums- und Uhrzeitformate
82
Kapitel 3: Rechnen mit Datum und Uhrzeit
Für die Umrechnung von Industrieminuten in Echtzeit können Sie zwei unterschiedliche Wege ein-
schlagen, welche je nach Art der Weiterberechnung ihre Vor- und Nachteile haben. Zunächstsst sich
mithilfe des Faktors 24 mathematisch korrekt und ohne viel Aufwand umrechnen. Teilt man einen in
Industrieminuten angegebenen Zeitwert durch 24 und legt ein Uhrzeitformat für diese Zelle fest,
erhält man eine korrekte Umrechnung. Auch der umgekehrte Weg über die Multiplikation mit 24
funktioniert auf die Sekunde genau.
Hier liegt aber auch der Nachteil dieser Methode. In der Regel werden die Sekundenwerte weder von
den Excel-Anwendern noch von EDV-Systemen, welche Reports in Industrieminuten liefern, berück-
sichtigt. Excel berechnet und übernimmt aber die Sekundenwerte bei dieser Umwandlung. Während
bei herkömmlicher Betrachtung von Zeiten in Industrieminuten nur bis zur zweiten Nachkommas-
telle und auch in Realzeit angezeigte Minuten ohne Sekunden zur Berechnung verwendet werden,
fließen diese Werte nun in sämtliche nachfolgenden Berechnungen ein. Zwar lässt sich die Berech-
nungsgenauigkeit im Dialogfeld Optionen auf der Registerkarte Berechnung mit der Arbeitsmap-
penoption Genauigkeit wie angezeigt (siehe Abbildung 3.3) einschränken, dies gilt dann jedoch für die
komplette Arbeitsmappe. Das verhindert entweder eine exakte Berechnung in anderen Bereichen der
Arbeitsmappe oder zwingt Sie zu einer detaillierten Festlegung der Zellenformate und den dazugehö-
rigen Dezimalstellen in allen berechnungsrelevanten Zellen der Arbeitsmappe.
Abbildung 3.3 Mit der Option Genauigkeit wie angezeigt lässt sich die Berechnungstiefe in Abhängigkeit vom Zellenformat festlegen
Eine Alternative bietet die Zerlegung der Zahlen über Funktionen. Zeiten können durch die Funktion
ZEIT() mit den Parametern Stunde, Minute und Sekunde zusammengesetzt werden. Da der ganzzahlige
Anteil des Industrieminutenwertes die Stunden beinhaltet, lassen sich die Stunden über die Funktion
GANZZAHL() extrahieren. An den Anteil der Industrieminuten gelangen Sie, wenn Sie über die Funktion
REST() die Nachkommastellen auslesen und mit dem Faktor 60 multiplizieren. Entsprechend der Syn-
tax der Funktion –
ZEIT(Stunden; Minuten; Sekunden) – lautet die vollständige Formel folgendermaßen:

Get Microsoft Excel im Personalwesen, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage now with O’Reilly online learning.

O’Reilly members experience live online training, plus books, videos, and digital content from 200+ publishers.