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Oracle 12c - Das umfassende Handbuch by Lutz Fröhlich

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15.2
Die ASM-Architektur im Überblick
325
15.2 Die ASM-Architektur im Überblick
Oracle Automatic Storage Management ist ein Dateisystem und ein Volume Mana-
ger für Oracle-Datenbanken. Für das Speichern der Dateien verwendet ASM-Disk-
gruppen, die sich wiederum aus ASM-Disks zusammensetzen. ASM-Disks können
dynamisch entfernt oder hinzugenommen werden, ohne dass die zugehörigen
Datenbanken heruntergefahren werden müssen. ASM stellt Striping- und Mirro-
ring-Funktionalität zur Verfügung. Weiterhin wird das Oracle Managed File
(OMF) verwendet. Das garantiert eine einfache Verwaltung der Dateien.
Für den Betrieb von ASM-Disks ist eine ASM-Instanz erforderlich. Sie ist ähnlich
aufgebaut wie eine Datenbankinstanz, besitzt jedoch eine eingeschränkte und auf
ASM zugeschnittene Funktionalität. Eine ASM-Instanz sowie die zugehörigen
Diskgruppen können von mehreren Datenbanken benutzt werden. Für RAC-
Datenbanken können die ASM-Instanzen hochverfügbar, das heißt ebenfalls als
Cluster-Instanzen aufgesetzt werden.
Abb. 15.3: Die ASM-Architektur
Kapitel 15
Automatic Storage Management (ASM)
326
Eine Diskgruppe besteht aus ASM-Disks und enthält die erforderlichen Metadaten
für die Verwaltung. Jede ASM-Datei wird komplett in einer Diskgruppe gespei-
chert. Durch Spiegelung wird die Datenintegrität gewährleistet. Beim Anlegen
einer Diskgruppe wird die Redundanz festgelegt. Insgesamt gibt es drei Redun-
danzarten:
Normal Redundancy (Einfache Spiegelung)
High Redundancy (Doppelte Spiegelung)
External Redundancy (keine Spiegelung)
Die Redundanzart kann auch auf Dateiniveau festgelegt werden. Dateien mit unter-
schiedlichen Redundanzarten können sich in derselben Diskgruppe befinden.
Diskgruppen mit Normal Redundancy und High Redundancy können Fehlergrup-
pen zugeordnet werden. Eine Fehlergruppe ist der Teil von Disks in einer Disk-
gruppe, der ausfallen kann, ohne dass es zu Datenverlust kommt. Eine Diskgruppe
mit Normal Redundancy muss aus mindestens zwei Fehlergruppen bestehen.
Jede ASM-Disk besteht aus Allocation Units (AU). Ein Extent eines Datafiles
besteht wiederum aus einer oder mehreren AUs. Die Größe eine Allocation Units
wird normalerweise im Bereich von 1 bis 64 MB gewählt. Größere AUs finden
ihren Einsatz in großen Datenbanken, insbesondere im Data Warehouse-Umfeld.
Für Extents können feste oder variable Größen vorgegeben werden. Bei einer vari-
ablen Größe wächst die Größe der Extents mit der Anzahl.
Automatic Storage Management unterstützt folgende Dateitypen:
Datafiles und Tempfiles
Kontrolldateien
Wichtig
Bis zur Version 11 musste die ASM-Instanz zwingend auf dem Server laufen, auf
dem sich die Datenbankeninstallationen befinden, die durch ASM unterstützt
werden. Diese Einschränkung gilt in Oracle 12c nicht mehr. Mithilfe des neuen
Features »Oracle Flex ASM« kann die ASM-Instanz nun auf einem physikalisch
getrennten Server laufen. Dies ist neben der Multitenant-Architektur ein weite-
rer Beitrag zur Konsolidierung.
Hinweis
ASM erstellt automatisch Fehlergruppen automatisch, wenn Sie explizit keine
vorgeben.

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