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Kapitel 13
Globalization Support
Länderspezifische Besonderheiten haben einen direkten Einfluss auf das Daten-
format. Mithilfe des Globalization Supports werden zum Beispiel Datumsformate,
Trennzeichen, Kalenderangaben oder die Sortierreihenfolge den Ländern ange-
passt. Die länderspezifischen Operationen werden durch eine Reihe von Para-
metern und Umgebungsvariablen sowohl auf Server- als auch auf Client-Seite
kontrolliert. Wenn Datenbank und Client verschiedene Zeichensätze verwenden,
werden diese durch Oracle automatisch umgewandelt.
Die Oracle Datenbank unterstützt die folgenden Kodiersätze:
Single Byte (7-Bit und 8-Bit)
Multibyte-Zeichensätze mit fester Länge
Multibyte-Zeichensätze mit variabler Länge
Universal-Zeichensätze (Unicode)
In westeuropäischen Staaten ist der ISO-Zeichensatz WE8ISO8859P1 sehr häu-
fig im Einsatz. Dieser wurde erweitert durch den Zeichensatz WE8ISO8859P15,
der unter anderem das Euro-Symbol enthält. Als Multibyte-Zeichensatz mit fes-
ter Länge unterstützt Oracle AL16UTF16, er entspricht dem Unicode 3.2 UTF-16.
Oracle unterscheidet zwischen dem Database Character Set und dem National
Character Set. Der Database Character Set wird unter anderem für den SQL- und
PL/SQL-Quellcode verwendet. Deshalb muss er EBCDIC oder 7-Bit ASCII als
Untermenge enthalten. Mithilfe des National Character Set können Unicode-
Zeichen in der Datenbank gespeichert werden. Er unterstützt die Spaltentypen
NCHAR, NVARCHAR2 und NCLOB.
Wichtig
Der Datenbankzeichensatz kann nach dem Erstellen der Datenbank nur geän-
dert werden, wenn der neue Zeichensatz den alten beinhaltet. Die Änderung
erfolgt mit dem Befehl ALTER DATABASE CHARACTER SET.

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