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Textkommunikation

Book Description

In der Textlinguistik stehen heute zahlreiche analytische Orientierungen mehr oder weniger unverbunden neben einander. Diese unbefriedigende Situation ist der Ausgangspunkt für den theoretischen Neuansatz, der in der vorliegenden Studie entwickelt wird. Dieser besteht in einer Theorie der Textkommunikation, die auf zwei grundlegenden Prämissen aufbaut: Textkommunikation ist eine soziale Wirklichkeit sui generis; und die Konstitution dieser sozialen Wirklichkeit erfolgt im Medium der Schrift. Textkommunikation ist Kommunikation mit und durch Schrift. Die Grundbedingung dieser Kommunikation ist nicht die Anwesenheit der Kommunikationsteilnehmer, sondern die Lesbarkeit des Textes, die im Moment der Lektüre aufgrund von Lesbarkeitshinweisen zustande gebracht wird. Der Text ist in dieser Sicht nichts anderes als das Ensemble solcher Lesbarkeitshinweise, die beim Lesen situations- und kontextabhängig ausgewertet werden. Lesbarkeitshinweise machen deshalb den Gegenstand der Textlinguistik aus. Die vorgelegte Theorie der Textkommunikation ermöglicht es, den Lektüreprozess als genuin soziales Geschehen zu erfassen, dessen Fluchtpunkt nicht das jeweils konkrete Textverständnis eines empirischen Lesers ist, sondern die soziale Lesbarkeit.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Vorwort
  5. Inhalt
  6. 1 Zur Einführung: Textualität revisited
    1. 1.1 Stand der Textualitätsforschung
    2. 1.2 Kritik und Neuansatz
      1. 1.2.1 Theorie: „Textkommunikation“
      2. 1.2.2 Methodologie: „Mittel zur Signalisierung“ von Textualitätskriterien
      3. 1.2.3 Empirie: Situation und Kontext als Ressourcen der Textkonstitution
    3. 1.3 Textualität und Lesbarkeit
  7. 2 Lesbarkeit als Kommunikationsbedingung
    1. 2.1 Anwesenheit und Face-to-face-Interaktion
    2. 2.2 Lesbarkeit und Textkommunikation
    3. 2.3 Mündlichkeit und Schriftlichkeit
  8. 3 Lesbarkeitshinweise
    1. 3.1 Textkommunikation beginnt mit dem Lesen
    2. 3.2 Lesen als Kommunikation
    3. 3.3 Lesbarkeitshinweise im Moment der Lektüre
    4. 3.4 Lesbarkeitshinweise in der Textlinguistik
    5. 3.5 Lesbarkeitshinweise in der Ethnomethodologie der schriftlichen Kommunikation
  9. 4 Lesbarkeitsquellen
    1. 4.1 Schriftsprachlichkeit als Lesbarkeitsquelle
    2. 4.2 Wahrnehmung als Lesbarkeitsquelle: Die Relevanz der Lektüresituation für die Lektüre
      1. 4.2.1 Materialität
      2. 4.2.2 Skripturalität
      3. 4.2.3 Lokalität
    3. 4.3 Vertrautheit als Lesbarkeitsquelle: Die Relevanz des Lektürekontextes für die Lektüre
  10. 5 Lesbarkeitsmerkmale
    1. 5.1 Lesbarkeitsmerkmale in der Textlinguistik
    2. 5.2 Lesbarkeitsmerkmale als Lesbarkeitsprobleme
    3. 5.3 Lesbarkeitsmerkmale vs. Lesbarkeitsquellen
    4. 5.4 „Text-“ vs. „verwender-zentrierte“ Lesbarkeitsmerkmale?
  11. 6 Begrenzbarkeit
    1. 6.1 Das Problem der Begrenzbarkeit
    2. 6.2 Begrenzbarkeit und Zeitlichkeit am Beispiel der Textkommunikation in einem Online-Forum
    3. 6.3 Begrenzbarkeit in der textlinguistischen Forschung
    4. 6.4 Begrenzbarkeitshinweise in der Welt der Texte: das Beispiel Flyer
      1. 6.4.1 Abgrenzungshinweise
      2. 6.4.2 Gliederungshinweise
      3. 6.4.3 Fazit: Begrenzbarkeit auf dem Flyer
  12. 7 Verknüpfbarkeit
    1. 7.1 Das Problem der Verknüpfbarkeit
    2. 7.2 Verknüpfbarkeit in der textlinguistischen Forschung
      1. 7.2.1 Verknüpfbarkeit bei de Beaugrande und Dressler
      2. 7.2.2 Einheitenbildung und Reichweite
    3. 7.3 Verknüpfbarkeitshinweise auf Twitter
      1. 7.3.1 Tweets als Lektüreeinheiten: Abgrenzung und Verknüpfung
      2. 7.3.2 Texterzeugungshinweise auf Twitter: Twitter als Sammlung von Textsammlungen
      3. 7.3.3 Traditionell druckschriftliche Reflexe in der Verknüpfung auf Twitter
      4. 7.3.4 Textbeachtungshinweise auf Twitter
      5. 7.3.5 Fazit: Verknüpfbarkeit auf Twitter
  13. 8 Thematische Zusammengehörigkeit
    1. 8.1 Das Problem der thematischen Zusammengehörigkeit
    2. 8.2 Zum Zusammenspiel von Verknüpfungs- und Themahinweisen: „Trending Topics“ auf Twitter
    3. 8.3 Thematische Zusammengehörigkeit in der textlinguistischen Forschung
      1. 8.3.1 Thematische Zusammengehörigkeit bei de Beaugrande und Dressler
      2. 8.3.2 Thematische Zusammengehörigkeit im Fortgang textlinguistischer Forschung
    4. 8.4 Thematische Zusammengehörigkeit in einem Internetforum: „Gedankensplitter zum Altwerden“
      1. 8.4.1 Thematische Zusammengehörigkeit und Referenz
      2. 8.4.2 Thematische Zusammengehörigkeit im Lektüreprozess
      3. 8.4.3 Thematische Zusammengehörigkeit als Effekt sprachlicher und wahrnehmbarer und vertrautheitsabhängiger Themahinweise
      4. 8.4.4 Fazit
  14. 9 Pragmatische Nützlichkeit
    1. 9.1 Das Problem der pragmatischen Nützlichkeit
    2. 9.2 Pragmatische Nützlichkeit in der Textlinguistik
      1. 9.2.1 Textnützlichkeit bei de Beaugrande und Dressler
      2. 9.2.2 Modelle von Textfunktionen
      3. 9.2.3 Hierarchie der Textfunktionen
      4. 9.2.4 Indikatoren der Textfunktion
    3. 9.3 Nützlichkeitshinweise auf der Fahrkarte
      1. 9.3.1 Die Fahrkarte und ihre Bezeichnungen
      2. 9.3.2 Echtheitshinweise auf der Fahrkarte
      3. 9.3.3 Gültigkeitshinweise auf der Fahrkarte
      4. 9.3.4 Verteilung von Nützlichkeitshinweisen auf „Vorder-“ und „Rückseite“ der Fahrkarte
      5. 9.3.5 Fazit
  15. 10 Intertextualität
    1. 10.1 Das Problem der Intertextualität
    2. 10.2 Intertextualität in der textlinguistischen Forschung
      1. 10.2.1 Intertextualität bei de Beaugrande und Dressler: „Texttypologie“ und „Textanspielung“, typologische und referentielle Intertextualität
      2. 10.2.2 Enge vs. weite Intertextualität
      3. 10.2.3 Extensive vs. intensive Untersuchung von Intertextualität
      4. 10.2.4 Markierte vs. unmarkierte Intertextualität
    3. 10.3 Intertextualitätshinweise im Gipfelbuch
      1. 10.3.1 Gipfelbücher und ihre Eintragungen
      2. 10.3.2 Text-Text-Hinweise
      3. 10.3.3 Text-Textwelt-Hinweise
      4. 10.3.4 Fazit
  16. 11 Musterhaftigkeit
    1. 11.1 Das Problem der Musterhaftigkeit
    2. 11.2 Musterhaftigkeit und Textsortenzugehörigkeit im Fall des Flyers
    3. 11.3 Musterhaftigkeit in der textlinguistischen Forschung
    4. 11.4 Musterhaftigkeit auf dem Boden der Plastiktüte
      1. 11.4.1 Abgrenzungs- und Gliederungshinweise
        1. 11.4.1.1 Wahrnehmbarkeit
        2. 11.4.1.2 Sprachlichkeit
        3. 11.4.1.3 Vertrautheit
        4. 11.4.1.4 Zur Textsortenrelevanten Musterhaftigkeit der Abgrenzungs- und Gliederungshinweise
      2. 11.4.2 Verknüpfungshinweise
        1. 11.4.2.1 Wahrnehmbarkeit
        2. 11.4.2.2 Sprachlichkeit
        3. 11.4.2.3 Vertrautheit
        4. 11.4.2.4 Zur Textsortenrelevanten Musterhaftigkeit der Verknüpfungshinweise
      3. 11.4.3 Themahinweise
        1. 11.4.3.1 Wahrnehmbarkeit
        2. 11.4.3.2 Sprachlichkeit
        3. 11.4.3.3 Vertrautheit
        4. 11.4.3.4 Zur Textsortenrelevanten Musterhaftigkeit der Themahinweise
      4. 11.4.4 Funktionshinweise
        1. 11.4.4.1 Wahrnehmbarkeit
        2. 11.4.4.2 Sprachlichkeit
        3. 11.4.4.3 Vertrautheit
        4. 11.4.4.4 Zur Textsortenrelevanten Musterhaftigkeit der Funktionshinweise
      5. 11.4.5 Intertextualitätshinweise
        1. 11.4.5.1 Wahrnehmbarkeit
        2. 11.4.5.2 Sprachlichkeit
        3. 11.4.5.3 Vertrautheit
        4. 11.4.5.4 Zur Textsortenspezifischen Musterhaftigkeit der Intertextualitätshinweise
      6. 11.4.6 Fazit: Die Musterhaftigkeit der Umweltproduktdeklaration
  17. 12 Zum Abschluss: Textlinguistik neu gedacht
  18. Literaturverzeichnis
  19. Register