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KAPITEL 5
Was ist Podcasting?
Podcasts sind Telenovelas für’s Ohr.
Larissa Vassilian aka Annik Rubens
Ganz ähnlich wie der Beriff »Weblog« ist auch »Podcast« eine Wortneuschöpfung:
Dieses Kunstwort setzt sich aus den Wörtern »iPod«, dem MP3-Player von Apple,
und »broadcast«, dem englischen Wort für Sendung, zusammen. Podcasting gilt für
viele als die neue Generation des Radios, denn man könnte es als eine Art zeitver-
setztes Radiohören bezeichnen. Beim Podcasting werden Sendungen nicht live
übertragen, sondern sie liegen zum Download auf einem Server abrufbereit bereit.
Auf diese Weise lassen sich einzelne Sendungen (auch Episoden genannt) problem-
los downloaden und auf einen MP3-Player übertragen, so dass man sie immer In
der Regel wird für Podcasts die MP3-Technik benutzt.
Der Vorteil gegenüber dem Radio liegt auf der Hand: Einen Podcast kann man nach
dem Download nach Belieben vor- und zurückspulen oder einfach abbrechen, um
zur nächsten Folge zu springen. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass ein Podcast
zu einem selbst bestimmten Zeitpunkt angehört werden kann – so oft man möchte.
Dieser flexiblere Umgang unterscheidet Podcasting vom normalen Radio. Besonders
wertvoll ist die Eigenschaft, dass man bei normalen Podcasts im Archiv zurückwan-
dern kann. Gefällt einem z.B. die aktuelle Folge von »Schlaflos in München«, kann
man sich auch die bereits zurückliegenden Beiträge anhören. Ein weiterer Vorteil
gegenüber dem Radio bilden Nischensendungen. Wo im alltäglichen Radio Nach-
richten aus Subkulturen und kleinen Szenen fehlen, ermöglichen Podcasts die
Berichterstattung selbst aus den kleinsten Nischen. Kein Wunder also, dass man in
der immer größer werdenden Podcast-Welt so gut wie jedes Thema findet.
In diesem Kapitel:
Geeignete Themen
Das richtige Format
458-X.book Seite 75 Dienstag, 28. November 2006 4:23 16
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Kapitel 5: Was ist Podcasting?
Links
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Ein Podcast selbst ist dabei nichts anderes als ein RSS-Feed der Version 2.0. RSS ist
ein auf XML basierendes Dateiformat für die Verbreitung von Webinhalten, auch
»Syndication« oder auf Neudeutsch »Syndizierung« genannt. In der Regel transpor-
tieren RSS-Feeds Newsticker-Daten wie Artikelüberschrift, Anreißer und Link zum
gesamten Artikel. Feeds werden meistens von News-Aggregatoren ausgelesen und
für den Leser visuell aufbereitet
(siehe Abbildung 5-1). RSS-Feeds lassen sich aber
auch als Newsticker in die eigene Website einbauen. Zahlreiche Online-Services nut-
zen diese Möglichkeiten und bieten ihren Benutzern einen Service an, der RSS-Feeds
in Form von Webseiten im Browser anzeigt. Mehr über News-Aggregatoren erfahren
Sie im Abschnitt »Recherche im Internet« in Kapitel 9, Die Online-Recherche.
Damit ein Podcast funktioniert, macht man sich das
<enclosure>-Tag zunutze, das
Dave Winer in seiner RSS 2.0-Spezifikation integriert hat. Mit Hilfe des
<enclosure>-
Tags können RSS-Feeds zusätzliche Links zu Medientypen wie Audiodaten, Video-
daten oder Ähnlichem mitliefern. Auch wenn Podcasts in der Regel Links zu Audio-
daten liefern, könnte ein Podcast z.B. auch als Abonnement für Videoclips dienen.
In einem solchen Fall bezeichnet man dann den ursprünglichen Podcast als »Video-
cast«.
Abbildung 5-1: RSS-Feeds werden von News-Aggregatoren ausgelesen und leserlich aufbereitet –
hier vom News-Aggregator FeedDemon.
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