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Kapitel 9
Einführung in die Plattform für
Windows-Sensoren und -Ortung
In diesem Kapitel:
Warum Sensoren? 208
Architektur der Plattform für Windows-Sensoren und -Ortung 210
Was ist ein Sensor? 212
Mit Sensoren arbeiten 213
Zusammenfassung 236
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Kapitel 9: Einführung in die Plattform für Windows-Sensoren und -Ortung
Dieses Kapitel gibt eine Einführung in die Plattform für Windows-Sensoren und -Ortung im Betriebssystem
Windows 7 von Microsoft. Damit sind Sie in der Lage, sehr attraktive Implementierungen wie zum Beispiel
standortbezogene Dienste zu verwenden, um Umgebungslichtsensoren in Ihre Anwendungen zu integrie-
ren. Zunächst wird erläutert, warum diese Plattform notwendig geworden ist und welche Probleme mit der
neuen Plattform gelöst werden sollen. Als Nächstes geht es detailliert um die Architektur, die die Schnittstel-
len für Sensoren und Ortung unterstützt, und Sie erfahren, welche Rolle jede Komponente im System spielt.
Dann zeigen wir, was die neue Plattform-API dem Entwickler bietet. Zunächst sehen wir uns an, welche
Informationen ein Sensor bereitstellen kann und wie Sie mit unterschiedlichen Arten und Kategorien von
Sensoren arbeiten. Die sowohl in nativem als auch in verwaltetem Code angegebenen Beispiele in diesem
Kapitel stammen aus einer einfachen Umgebungslichtsensor-Anwendung, die hier als Referenz dient. Am
Ende dieses Kapitels finden Sie zusätzliche Gründe für das Erstellen von lichtempfindlichen Anwendungen
sowie Informationen über die Tools, die Sie für die Entwicklung benötigen.
HINWEIS
Der Begriff lichtempfindlich bezieht sich auf ein Programm, das Daten von Lichtsensoren verwendet, um seinen
Inhalt, die Steuerelemente und andere grafische Elemente zu optimieren. Anhand dieser Daten wird eine optimale Benutzerfreund-
lichkeit in vielen unterschiedlichen Beleuchtungsumgebungen geschaffen, von Dunkelheit bis zu direkter Sonneneinstrahlung.
Warum Sensoren?
In den letzten Jahren sind wir Zeuge davon geworden, wie Sensoren eine zunehmend größere Rolle in einigen
attraktiven Szenarien spielen – von mobilen Geräten, die die Bildschirmorientierung von Hoch- auf Querfor-
mat automatisch ändern, bis zu Computern, die ihre Bildschirmhelligkeit automatisch anpassen, wenn sich die
Beleuchtungsbedingungen der Umgebung ändern. Momentan kümmern sich die meisten Anwendungen nicht
darum, ob Sie Ihren Laptop im Freien bei direktem Sonnenlicht oder in einem Zug mit ständig wechselnden
Beleuchtungsverhältnissen verwenden, da sie nicht auf Änderungen in der Umgebung reagieren können, die
Ihre Verwendung des Computers und Ihrer Anwendungen beeinflussen. Die meisten Anwendungen, die wir
täglich einsetzen, wurden für »normale« büroähnliche Umgebungen konzipiert. Hand aufs Herz: Wann haben
Sie das letzte Mal Ihre Anwendung im Freien bei direktem Sonnenlicht getestet?
Heutzutage bieten Laptops eine höhere Mobilität als je zuvor, sodass sich Anwendungen in unterschiedli-
chen Orten mit unterschiedlichen Umgebungsbedingungen verwenden lassen, beispielsweise bei sich
ändernden Beleuchtungsverhältnissen. Wäre es nicht schön, eine Anwendung zu haben, die ihr Aussehen
und Verhalten als Reaktion auf Änderungen der Umgebungsbedingungen anpassen könnte? Zum Beispiel
versetzen Umgebungslichtsensoren Ihren Computer in die Lage, die Helligkeit Ihres Bildschirms basierend
auf den aktuellen Beleuchtungsbedingungen automatisch anzupassen. Darüber hinaus können Entwickler
die Anwendungen dafür einrichten, dass sie die Inhalte hinsichtlich Erkennbarkeit optimieren, wodurch
sich Anwendungen leichter in einem breiteren Spektrum von Betriebsumgebungen nutzen lassen. Mit der
neuen Plattform für Windows-Sensoren und -Ortung in Windows 7 ist es für Entwickler leicht, Umge-
bungsinformationen von Sensoren zu beziehen, um als Reaktion auf derartige Umgebungsänderungen die
Darstellungen, die ihre Anwendungen liefern, zu optimieren.
In der Vergangenheit waren Sensoren eine recht unscharfe Angelegenheit. Es gab keine konkrete Definition,
was ein Sensor ist, wie seine Datenfelder aussehen oder wie auf diese Felder zugegriffen wird. Fehlende
Standards machen das Programmieren für Sensoren zu einer beschwerlichen Aufgabe. Um einen Sensor wie
zum Beispiel einen GPS-Ortungssensor zu nutzen, musste der Entwickler die Hardware aus einer großen

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