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Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Microsoft Office Word 2016, 2013, 2010 und 2007 by G. O. Tuhls

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5.6
Quellenangaben und Literaturhinweise
103
Das Abbildungsverzeichnis unterscheidet sich als Feld vom Inhaltsverzeichnis
lediglich durch den Schalter \c
Kategorie, also z.B. TOC \c Tabelle . Aufgelis-
tet werden Kategoriename und Nummer sowie der Inhalt der Beschriftung.
5.5.2 Quellenangaben für Illustrationen
Sofern Ihre Bildunterschriften urheberrechtliche Hinweise zur Bildherkunft enthal-
ten, stören diese im Abbildungsverzeichnis. Da das Abbildungsverzeichnis auf die
Formatvorlage
Beschriftung zugreift, brauchen Sie lediglich dem Quellenhinweis eine
andere Absatz-Formatvorlage zuzuweisen. Um dennoch Bildunterschrift und Quel-
lenhinweis in einer Zeile unter dem Bild zu halten, wenden Sie folgenden Trick an:
Aus der Trickkiste: Quellenangaben im Abbildungsverzeichnis unterdrücken
Legen Sie eine weitere Formatvorlage auf der Basis von Beschriftung an.
1. S
TART | FORMATVORLAGEN
2. N
EUE FORMATVORLAGE
3. Wählen Sie in der Liste F
ORMATVORLAGE BASIERT AUF: Beschriftung.
4. Geben Sie der neuen Formatvorlage einen passenden Namen, z.B.
Beschriftung
ohne Eintrag
.
5.
Diese Formatvorlage können Sie nun jederzeit zum Abtrennen der Quellenhin-
weise in den Bildunterschriften einsetzen:
1. Setzen Sie die Schreibmarke an den Beginn des Quellenhinweises und betäti-
gen Sie
(¢).
2. Formatieren Sie den Quellenhinweis mit der Formatvorlage
Beschriftung ohne Ein-
trag
.
3. Setzen Sie die Schreibmarke in den Absatz davor (die eigentliche Bildunter-
schrift) und betätigen Sie
(Strg)+(Alt)+(¢).
5.6 Quellenangaben und Literaturhinweise
Ein für wissenschaftliche Arbeiten nahezu unverzichtbares Instrument sind
Angaben zu Quellen und Zitathinweise.
Seit Version 2007 besitzt Word eine Quellenverwaltung. Leider ist dieses Feature pro-
blembehaftet, weil Microsoft zwar unterschiedliche Formatierungen der Quellen-
angaben mitliefert, aber ausgerechnet für die hierzulande nach DIN ISO 690:2013-
10
27
übliche Zitierform zwei nicht mehr aktuelle Fassungen anbietet.
27
Die früher als Zitatstandard in Deutschland gültige DIN 1505-2 wurde 2013 durch
DIN ISO 690:2013-10 ersetzt.
Kapitel 5
Verweise und Verzeichnisse
104
Dieses Manko sollte Sie allerdings nicht hindern, die Datenbank-Funktionen für
Ihre Quellen zu nutzen. Sie erleichtert die Arbeit mit Quellenangaben; die Gestal-
tung ist ohnehin so gut wie immer manuell nachzuarbeiten, weil auch die vom Auf-
traggeber oder Institut erteilten Vorgaben für Quellenverzeichnisse und -hinweise
häufig weder der aktuellen ISO 690 noch deren Word-Varianten entsprechen. Sie
müssen also in jedem Fall mit Feldfunktions-Schaltern, mit Programmierkenntnis-
sen oder mittels externer Programme
28
vor- bzw. nacharbeiten.
Die Anweisungen für die Gestaltung von Quellenangaben speichert Word als XSL-
Dateien im Ordner
C:\Programme\Microsoft Office\Office##\Bibliogra-
phy\Style
. Der Pfad kann auch Programme(x86) lauten; die Zeichen ## stehen
für die Office-Versionsnummer. Mit guten Kenntnissen der XSL-Programmie-
rung lassen sich die vorhandenen Steuerdateien umarbeiten.
Einige wenige Hochschulen stellen für ihre üblichen Zitatvorgaben eigene Style-
Dateien im XSL-Format bereit. Speichern Sie diese Datei in den Style-Ordner und
wählen Sie diese Zitate-Formatvorlage für Ihr Dokument aus.
Einen Eindruck vom Aussehen der Quellenhinweise und des Quellenverzeichnis-
ses verschaffen Sie sich, wenn Sie V
ERWEISE | QUELLEN VERWALTEN aufrufen. Dazu
muss allerdings mindestens eine Quelle in Ihrem Quellenverzeichnis eingetragen
sein. In einer der beiden Listen markierte Einträge werden im Vorschaufenster so
angezeigt, wie sie als Verweis und im Verzeichnis erscheinen werden.
5.6.1 Quellen eintragen
Alle Werkzeuge für die Quellenbearbeitung und -verwaltung finden Sie in der
Registerkarte V
ERWEISE, Gruppe ZITATE UND LITERATURVERZEICHNIS. Zum Eintra-
gen benötigen Sie die Funktion Z
ITAT EINFÜGEN | NEUE QUELLE HINZUFÜGEN.
Die Option A
LLE LITERATURVERZEICHNISFELDER ANZEIGEN unten links erweitert
den zunächst für eine Minimalausstattung angelegten Dialog. Die mit * gekenn-
zeichneten Felder benötigt die Datenbank unbedingt, alle weiteren Einträge sind
optional, falls Sie diese für Ihre spezifische Gestaltung benötigen. In den Feldern
A
UTOR, HERAUSGEBER und ÜBERSETZER sollten Sie nichts direkt eintragen, son-
dern die Aufteilung der Namen mit dem B
EARBEITEN-Dialog nutzen, um flexibler
beim Anpassen zu sein.
28
Mit dem Stichwort »Word Quellenverwaltung« erhalten Sie in Suchmaschinen einschlägige
Hinweise. Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, ob ein Zugriff auf bibliografische Daten aus
dem Internet (z.B. der Deutschen Nationalbibliothek) möglich ist, das erleichtert die Quellen-
verwaltung erheblich. Viele Hochschulen haben Sammel-Lizenzverträge mit den Anbietern von
»Citavi« oder »Zotero«, die gut mit Word zusammenarbeiten und über direkten Zugriff auf
Internetquellen verfügen.
5.6
Quellenangaben und Literaturhinweise
105
Abb. 5.14: Erstellen von Quellendaten
speichert diesen Datensatz nicht nur in der Datei, sondern auch in einer
Datenbank, der »Masterliste«, die für alle Dokumente zur Verfügung steht.
Word speichert die Quellen in der Datei
C:\Users\(Benutzername)\AppData\Roaming\Microsoft\Bibliography\
sources.xml
oder
C:\Dokumente und Einstellungen\(Benutzername)\Anwendungsdaten\
Microsoft\Bibliography\sources.xml
5.6.2 Quellen organisieren
In der Masterliste erfasst Word alle in welchem Dokument auch immer erfassten
Quellen. Diese stehen zwar allen Dokumenten zur Verfügung, jedoch nicht
Wichtig
Wichtig ist der Tagname; er ist das eineindeutige Ordnungskriterium der Daten-
bank und gestattet über Feldfunktionen den Zugriff auf den Datensatz.
Tipp
Falls Sie an mehreren Computern parallel arbeiten, gleichen Sie die Datei
sources.xml zwischen den Geräten regelmäßig ab!

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