IX. Reinschrift 93
Linie vom Haupttext abgetrennt werden. Die Schriftgröße kann für die Fußnotentex-
te kleiner als für den Haupttext sein, sollte bei Textverarbeitungsprogrammen aber
nicht unter 9 Punkte gehen. Es empfiehlt sich, die Fußnoten durchlaufend zu num-
merieren und leserfreundlich jeweils auf der Seite zu platzieren, auf der auch das
Fußnotenzeichen im Text steht.
Gliederungspunkte bzw. Überschriften können auf den Textseiten linksbündig
mit jeweils 2-zeiligem Abstand zu den Ausführungen angelegt werden; Fettdruck
der Gliederungsoberpunkte oder gegenüber dem Text etwas vergrößerte Schrift sind
dabei gängig, aber nicht zwingend.
Hervorhebungen sind im Text eher sparsam zu verwenden, sowohl was ihre Zahl
als auch was ihre Form (Fettdruck, Unterstreichung, Sperrung, Kursivsetzung) an-
geht. Ein Übermaß an Hervorhebungen führt zu einer unruhigen Wirkung der Text-
seite und vermindert die Orientierungsfunktion von Hervorhebungen.
e. Anhang
Im Allgemeinen ist in Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten ein ‚Anhang‘ weder
notwendig noch zweckmäßig.
Das jeweils verwendete Material (Tabellen, Grafiken, Fotokopien) sollte ‚vor Ort‘
präsentiert werden. Das heißt, man sollte es dort in den Text der Arbeit einfügen,
wo man sich auf dieses Material bezieht. Zum einen wird dadurch den Leserinnen
und Lesern das Hin- und Herblättern erspart, zum anderen bewahrt diese Verfah-
rensweise vor ‚Materialgräbern‘. Dadurch lässt sich am ehesten vermeiden, dass in
der Sammelphase zusammengetragene, aber letztlich an keiner Stelle der Ausfüh-
rungen verwendete Materialien in den ‚Anhang‘ eingestellt werden, um ihnen auf
diese Weise noch einen ‚gewissen Nutzen‘ zu geben.
Als berechtigte Ausnahmen von der Grundregel kommen vor allem in Betracht:
die Bezugnahme im Text bedarf zu ihrer Absicherung/Dokumentation der Prä-
sentation einer recht umfangreichen Grundlage (z. B. Wiedergabe eines länge-
ren Gesetzestextes, einer längeren mathematischen Ableitung) oder originären
Internet-Materials,
auf bestimmtes Material wird an mehreren auseinander liegenden Textstellen
der Arbeit Bezug genommen,
es sind relativ lange Erklärungen zur Anlage und/oder Auswertung empirischer
Untersuchungen abzugeben (z. B. Dokumentation des Wortlautes einer voll-
standardisierten Befragung oder Wiedergabe der wörtlichen Protokolle von Ex-
perteninterviews).

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