Aufbau sicherer und zuverlässiger Systeme
by Heather Adkins, Betsy Beyer, Paul Blankinship, Piotr Lewandowski, Ana Oprea, Adam Stubblefield
Vorwort von Michael Wildpaner
Im Kern geht es sowohl beim Site Reliability Engineering als auch beim Security Engineering darum, ein System benutzbar zu halten. Probleme wie fehlerhafte Releases, Kapazitätsengpässe und Fehlkonfigurationen können ein System (zumindest vorübergehend) unbrauchbar machen. Auch Sicherheits- oder Datenschutzvorfälle, die das Vertrauen der Nutzer/innen erschüttern, untergraben den Nutzen eines Systems. Daher steht die Systemsicherheit bei SREs ganz oben auf der Tagesordnung.
Auf der Entwurfsebene ist die Sicherheit eine sehr dynamische Eigenschaft verteilter Systeme geworden. Von passwortlosen Konten auf frühen Unix-basierten Telefonanlagen (niemand hatte ein Modem, um sich einzuwählen, so dachte man zumindest), statischen Benutzername/Passwort-Kombinationen und statischen Firewall-Regeln haben wir uns weit entfernt. Heutzutage verwenden wir stattdessen zeitlich begrenzte Zugriffstoken und eine hochdimensionale Risikobewertung bei Millionen von Anfragen pro Sekunde. Die granulare Verschlüsselung von Daten in der Luft und im Ruhezustand in Verbindung mit einer häufigen Schlüsselrotation macht die Schlüsselverwaltung zu einer zusätzlichen Abhängigkeit für jedes Netzwerk-, Verarbeitungs- oder Speichersystem, das mit sensiblen Daten arbeitet. Die Entwicklung und der Betrieb dieser Sicherheitssoftwaresysteme für die Infrastruktur erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den ursprünglichen Systemdesignern, Sicherheitsingenieuren und SREs.
Die Sicherheit ...
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