Vorwort
Im September 2016 habe ich das Buch „The Fall of the Human Empire: Memoirs of a Robot“ (Bloomsbury Business) fertiggestellt. Die Erzählerin war eine künstliche Intelligenz namens Lucie. Sie blickte aus dem Jahr 2036 zurück auf den langen Weg, den Maschinen seit der Dartmouth-Konferenz von 1956 bis zu ihrem eigenen Auftauchen als überlegene Intelligenz zurückgelegt hatten. Ein Kapitel dieses Buches trug den Titel „2026: Das Goldene Zeitalter“. Es beschrieb eine Welt, in der Maschinen mit anderen Maschinen sprachen, in der intelligente Agenten ganze industrielle Netzwerke koordinierten und in der Menschen zu stillen Zeugen von Gesprächen geworden waren, die sie selbst in Gang gesetzt hatten.
Ich hätte dieses Buch nicht allein schreiben können. Zwei der wichtigsten Mitwirkenden waren Antoine Blondeau und Yann LeCun. Beide waren bereits Jahre, bevor das Fachgebiet sie einholte, davon überzeugt, dass der Entwicklungsweg der künstlichen Intelligenz nicht durch vereinzelte Durchbrüche, sondern durch Systeme koordinierter Agenten bestimmt werden würde. Damals hielten Freunde den Zeitrahmen bis 2036 für ehrgeizig. Ein Jahrzehnt später wirkt sie fast schon konservativ. Vor allem das Kapitel über das Jahr 2026 liest sich heute weniger wie Fiktion als vielmehr wie die Zusammenfassung des Buches, das du gerade in den Händen hältst.
Was ich damals nicht schreiben konnte, weil die technischen Grundlagen noch nicht absehbar waren, ist das Kapitel, das Antoine und Babak Hodjat nun verfasst ...
Become an O’Reilly member and get unlimited access to this title plus top books and audiobooks from O’Reilly and nearly 200 top publishers, thousands of courses curated by job role, 150+ live events each month,
and much more.
Read now
Unlock full access