Georg Meggle
rie natürlich nach einer besonderen Erklärung. Die einfachste ist diese: Es
lag an dieser Autorität selber. Es gibt in seinen „Philosophischen Untersu-
chungen“ nämlich eine viel zitierte Passage, aus der prima facie hervorzuge-
hen scheint, dass die Aufforderung „Sieh den Satz als Instrument an, und
seinen Sinn als seine Verwendung!“ (§ 421)
von ihm selbst nicht nur nicht
ernst gemeint war, er vielmehr diese instrumentalistische „Gebrauchs“-
Anweisung selber sogar ganz explizit abgelehnt hat:
[a] Wenn ich sage, der Befehl ›Bring mir Zucker!‹ und ›Bring mir Milch!‹ hat Sinn,
aber nicht die Kombination ›Milch mir Zucker‹, so heißt das nicht, dass das Aus-
sprechen dieser Wortverbindung keine Wirkung hat. [b] Und wenn ...