Georg Meggle
iert wurden – eben nicht besitzen. Dass im Zuge der Entstehung des
pragmatischen Paradigmas die bis dahin vernachlässigten diversen Eigen-
tümlichkeiten natürlicher Sprachen so stark betont wurden, ist zwar ver-
ständlich und war für die Entwicklung der gegenwärtigen Sprachphiloso-
phie zweifellos außerordentlich wichtig; eine wirklich grundlegende
Änderung in der Konzeption der Semantik selbst lässt sich an dieser Be-
tonung aber nicht festmachen. Das mag in der Sprachphilosophie bis vor
kurzem vielleicht nicht so ganz deutlich gesehen worden sein. Deutlich
gemacht haben es aber spätestens die (zum Teil in 1.5 erläuterten) Erwei-
terungen der realistisch-semantischen Interpretationsmöglichkeiten